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Michael

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man muss mich einfach erleben ;-)

Gorbi in New Zealand

January 01

Happy New Year

Liebe Leserinnen und Leser dieser Seite,

ich hoffe ihr seid alle mehr oder weniger feuchtfroehlich in das Neue Jahr hineingerutsch und hattet eine Menge Spass beim Feiern. Und so wuensche ich euch an dieser Stelle ein HAPPY NEW YEAR, viel Gesundheit, aber auch Glueck und Erfolg und vorallem viel Spass bei allem, was ihr in die Haende nehmt.

Nebenbei bemerkt, sind in den vergangenen Wochen einige Beschwerde-Email in der Redaktion eingegangen, dass seit geraumer Zeit keinerlei Komentare bzw. Berichte vom Autor dieser Seite erscheinen. Ueber diese Tatsache bin ich als Inhaber dieser Seite sehr traurig und moechte mich zugleich an dieser Stelle fuer das Verhalten meines Autors entschuldigen. Ich habe mich natuerlich gleich auf die Suche nach ihm begeben und fand ihn zu Sylvester am Strand liegen mit zwei neuseelaendischen Frauen im Arm (immernoch ein Wunschtraum). Auf Grund seines Fehlverhaltens in der Redaktion und seines staendigen Blaumachens, habe ich ihn vorerst bis Ende Januar beurlaubt. Ich hoffe damit, in Ihrem Sinne gehandelt zu haben. Natuerlich hat das auch weiterhin zur Folge, dass erstmal keine Berichte erscheinen werden, andererseits bin ich mir sicher, dass der Redakteur (Michael Frommelt), nach dieser Zeit, voellig entspannt, ausgeruht, braungebrannt, relaxed und mit einer Menge einzigartiger Erlebnisse im Gepaeck zu Ihnen zurueckkehren wird. Auch wird er das traumhafte Neuseeland mit einem lachendem Auge (um euch alle wiederzusehen und froehliche Stunden mit euch zusammen zu verbringen) und einem weinenden Auge (weil das unabhaengige Reisen und die  fantastsichen Erlebnisse in Neuseeland nun erstmal ein Ende haben) verlassen werden.

Ich wuensche euch alles alles Gute, bleibt gesund und ich freue mich auf ein Wiedersehen mit euch. Ganz liebe Gruesse aus NZ, Gorbi
November 02

Fortsetzung Nordinsel - Klappe, die Zweite

Der 30. Tag – 26.10.2006

 

Die letzten beiden Tage ging es mir nicht ganz so gut. Ich hatte zum Fruehstueck ein paar Eier gegessen und danach hat es mich total augeraeumt und ich fuehlte mich ein bisschen schlapp. Doch am heutigen Tag geht es mir wieder einigermassen gut und ist es an der Zeit, wieder etwas Neues von dem wunderschoenen Land zu sehen. Flee, die wohl coolste Busfaherin von Kiwi, hat uns am Morgen abgeholt. Es waren noch nicht alle Leute an Board der Powermaschine, da hat sie schon den ersten Witz gemacht. Mit ueber einer halben Stunde Verspaetung haben wir uns dann auf den Weg nach Whakapapa Village im Tongoriro Nationalpark gemacht. Der Grund fuer die verspaetete Abreise war recht einfach. Am Vorabend waren ein paar Leute aus dem Hostel bis spaet in die Puppen in den verschiednesten Pubs der Stadt unterwegs. Zwei Jungs von Ihnen haben dann wohl nicht mehr den Weg in das richtige Bett gefunden und haben irgenwo anders geschlafen, so dass wir sie nach langem Suchen immer noch nicht finden konnten. Tja, Pech gehabt hiess es fuer die beiden Jungs. Die Fahrt geht fuer euch dann erst in zwei Tagen weiter.

 

Auf der Reise nach Whakapapa Village haben wir nen Stop in Taurangi eingelegt. Das ist ein kleines Dorf am oberen Ende des Tongoriro Nationalparks. Dort hat Flee erstmal fuer uns zum Lunch ein paar Besorgungen gemacht und Baguettes, gegrilltes Huehnchen, Salat, Tomaten, Gurken, ein paar Sossen und noch was Suesses zum Dessert eingekauft. Fuer eine viertel Stunde haben wir noch im Gras herum gelegen, beevor die Reise mit dem Bus weiter ging.

 

Nicht weit von dem Nationalpark entfernt und noch vor Whakapapa Village, liegen die Tawhai Falls im dichten Wald verborgen. Aufgrund, dass wir etwas spaet dran waren, als der Bus normalerweise hier haelt, haben wir beschlossen, an den Tawhai Falls eine laengere Rast einzulegen und unser Lunch zu verspeissen. So haben wir uns eine gemuetliche Stelle fuer unser Lunch unterhalb der Wasserfaelle heraus gesucht, das Essen ausgepackt und jeder konnte zugreifen. Mhhhhh…. Schmatz….. Das war soooo herrlich!!!

 

Nach dem Lunch hat Flee gefragt, wer denn Lust habe von dem Wasserfall herunter zu springen. Mit einem kurzen Griff in das klare Bergwasser, habe ich mich sehr schnell dagegen entschieden. Das Wasser war maximal 5 Grad kalt. Doch drei Jungs und ein Maedel haben sich spontan gesagt, dass sie den Spass mitmachen. Sachen schnell ausgezogen, auf den Wasserfall hoch geklettert und mit einem Sprung ab in die kalte ‘Bruehe”. Respekt! Das macht wirklich nicht jeder in das kalte Wasser zu springen und dann noch von dieser Hoehe. Irgendwie konnten die vier nicht genug bekommen. Ganze drei mal haben sie den Sprung ins kalte Wasser gewagt. Doch das beste fand ich noch, dass Flee alles auf ihre eigene Kamera aufgenommen hat. Am abend wollte sie dann allen Kiwis die Bilder auf ihrem Notebook zeigen und den vier mutigen Springern die Bilder auf CD brennen. Flee ist echt so klasse. Ich habe vorher noch keinen anderen Busfahrer kennengelernt, der so etwas macht. Doch Flee macht das Fotographieren Spass und sie hat sonst keine Ausgaben in ihrem privaten Leben. Davon hat sie naemlich keines, weil sie die ganze Zeit im Jahr immer mit dem Bus unterwegs ist und ueber die beiden Inseln reist.

 

Wie alles Schoene, musste auch dieser Aufenthalt mal sein Ende haben. Wir haben uns also zurueck auf den Weg zum Bus gemacht. Nachdem alle eingestiegen sind, ihre Klamotten zum trocknen aufgehangen haben, konnte die Fahrt schon weiter gehen. Doch nur ein kleines Stueck sind wir gekommen. Denn Flee hatte das dicke, fette Holzschild uebersehen, welches auf die Wasserfaelle aufmerksam machen sollte. Sie hat es ausversehen erstmal weggerammt mit dem Bus. Naja, kann passieren, dachte sie sich und wir sind weiter gefahren. Dem Schild war nicht alzu viel passiert, da es aus massivstem Holz gebaut war. Der Bus hatte hingegen ein paar Schrammen abbekommen.

 

Ca 1 km mussten wir nur noch bis Whakapapa Village fahren, um die naechste Wanderung zu meistern. Heute war echt brilliantes Wetter und so konnten wir das volle Programm bestreiten. Diese Wanderung von ca 2 Stunden hat uns durch wunderschoenen Urwald zu den Taranaki Falls gefuehrt. Auch das war wieder ein Wasserfall. Der Mt Taranaki hat ungefaehr 50 kleine Fluesse, die aus den Bergen herunter kommen. Hinter diesen Wasserfall konnten wir dismal dahinter klettern und konnten einen kleinen Regenbogen an der Seite des Wasserfalles sehen. Ein bisschen nass sind wir dabei auch geworden, doch das trocknet die Sonne wieder ganz schnell. Auch auf deiser Wanderung hat Flee wieder eine Menge gutter Fotos gemacht und ich hab sie gebeten, dass Sie mir diese Fotos mal irgendwie per Mail zusenden kann. Kein Problem sagte Sie.

 

Am Endde der Tour hat mir Flee noch einen Tip gegeben, in welchem Hostel ich die naechsten Naechte verbringen koennte. Dort hab ich auch gleich nachgefragt, ob sie fuer zwei Naechte noch ein Bett haben. Als ich das geregelt hatte, brauchte ich nur noch meine Sachen aus dem Bus holen und mich von den anderen Mitreisenden verabschieden. … …Zurueck im Hostel, hab ich erstmal died Beine auf das gemuetlich weiche Bett gelegt und fuer ne halbe Stunde abgespannt. Danach hab ich noch ein paar Fotos von Mt. Doom und Mt Ruapehu geschossen, denn diese beiden Berge haben heute so schoen im blauen Himmel geleuchtet. Wer weiss schon, ob man diese Berge in den naechsten Tagen gleich wieder sieht, somal das Wetter hier so schnell wechseln kann. Abend hab ich es mir in dem skoteleigenem und ziemlich warmen Pool fuer eine halbe bequem gemacht. Anschleissend hab ich der Saune auch noch einen kurzen Besuch abgestattet und nen herrlichen Aufguss in der Sauna gemacht. Nach dieser Prozetur hab ich abend soooooo schoen geschlafen, schnarrrrrrrrrch…..

 

 

Der 31. Tag – 27.10.2006

 

Ach ist das schoen, mal so richtig schoen lange zu schlafen. Draussen war eh nicht so gutes Wetter, um grosse Wanderungen zu machen. Zumindest noch nicht..… Zwei Stunden spaeter sah es schon wieder ganz anders aus und so hab ich mich auf den Weg gemacht, um die Gegend etwas naeher zu erkunden. Meine Beine fuehrten mich heute zu den Silicia Rapids. Auf der Wanderung konnte ich von verschiedenen Erklaerungstafeln ablesen, dass aus dem Berg verschiedene Chemikalien und Metalle aufgeschwemmt werden, die den Fluessen ganz unterschiedliche Farben verleihen. Ein Fluss sah komplett goldbraun aus und so nannten sie den Fluss ‘Golden Rapids’. Die Wanderung ging wie am Vortag auch schon durch wunderherrlichen Regenwald, vorbei an ziemlich kahlen Stellen, ueber Stock und ueber Stein und ich querte ein Moorfeld auf dem Weg zu den Silicia Rapids. Dort angekommen, sprudelte aus verschiedenen Ecken Wasser aus der Erde und aus kleineren Fluesschen kam das Wasser ueber kleine Wasserfaelle ins Tal. Hier war das Flussbett in verschiedenen Farben gehuellt. Von weiss angefangen, ueber gelb bis orange. Und im Hintergurnd war immer noch der Mt Ruapehu zu erkennen. Was fuer ein grantioser Anblick! Auf dem Rueckweg hab ich mich irgendwo auf einen Felsen gesetzt und nur den Anblick des Berges in vollen Zuegen genossen. Sonst nichts. Es war so eine absolute Stille, unglaublich schoen.

 

Nach den Silicia Rapids fuehrten mich meine Beine und Nase zu dem ‘Ridge Walk’, den ich nicht wirklich weiter empfehelen kann, weil man auf dieser Strecke ueberhaupt nichts Sehenswertes sieht. Es geht nur einen Berg hinauf und dann hat man nur karges Gestruepp um sich herum, welches grade mal einen halben Meter hoch ist. Auch die Aussicht war nicht besonders toll. Doch einen grossen sechseckigen Tisch hatten sie am Ende des Tracks aufgebaut. Dieser Tisch lud foermlich dazu ein, ein kleines Nickerchen darauf zu machen. Leider konnte ich dort nur fuer ca eine halbe Stunde liegen bleiben, solang naemlich, bis mich ein Nieselregen weckte. Zeit zum gehen, dacht ich mir. Da es jedoch noch nicht allsu spaet am abend war, hab ich einen Abstecher ins Visitor Center gemacht, denn dort sollte sich eine staendige Ausstellung ueber den Nationalpark und die Vulkane befinden, die es sich lohnen sollte, mal anzuschauen.

 

Zurueck im Skotel, buchte ich gleich erstmal wieder den Pool fuer eine halbe Stunde. An einem regnerischen Abend gibt es doch nicht sehr viel Schoeneres als einfach im Pool zu liegen, dem Regen beim regnen zu zu schauen, sich von den Blubberblasen im Pool massieren zu lassen und einfach zu relaxen. Ein Traum!

 

Abends hab ich mit Berdiene (aus Holland) zusammen gekocht und fleissig geschnaggt. Sie ist hier in Whakapapa Village fuer drei Wochen nur zum Snowboarden. Bisher hat sie auch gutes Wetter aus dem Mt Ruapehu gehabt und konnte den ganzen Tag snowboarden gehen. Einmal hat sie sich ne Auszeit genommen und ist auf den Krater des Mt Ruapehu hochgeklettert, natuerlich mit Snowboard, um im Anschluss von dort oben herunter zu rutschen. Der Mt Ruapehu hat 1995/1996 Schlagzeilen in aller Welt gemacht, als er das letzte mal Rauchzeichen gegeben hat und auch eine kleine Eruption hat es gegeben. Doch warum sollte man nicht mal auf diesen Karten hochkraxxeln, wenn man schon weiss, dass seit dem nichts mehr passiert ist. Die Aussicht muss gigantisch gewesen sein. Bei klarem Wetter kann man bis rueber zum Mt Taranaki an der Westkueste schauen.

 

 

Der 32. Tag - 28.10.2006

 

Um zwei Uhr nachmittags bin ich auf den vorbeikommenden Kiwibus gesprungen und mit den Leuten, alles Englaender, Schotten, Iren, weiter nach River Valley gefahren – unser heutiges Reiseziel. Manchmal glaube ich, dass auf der englischen Insel keine menschen mehr leben koennen, weil alle in Neuseeland sind. Englaender gibt es hier bald noch mehr als Deutsche. Zumindest, die mir bisher ueber den Weg gelaufen sind. Auf der Fahrt hat sich der Mt. Ruapehu noch mal von seiner schoensten Seite gezeigt und sich lange Zeit mit Sonnenlicht im Gesicht und blauem Himmel im Hintergund geraekelt. Ach… wieder Zeit zum relaxen und traeumen.

 

Nach ca. 1 Stunde Fahrt haben wir den Tongoriro Nationalpark hinter uns gelassen und sind weiter durch absolut herrliches Farmland gefahren, so wie man es aus Herr der Ringe kennt. Ueberall gruene und terrassebfoermige Huegel und Berge und am Himmel lange weisse Wolken vermischt mit blauem Himmel.

 

Angekommen in River Valley wurden unsere Rucksaecke auf einen alten Pickup geladen und den ziemlich steilen Berg hinunter uaf einer Schotterstrasse zum Hostel gefahren. Ich glaube, alle waren froh, dass sie ihren Rucksack in diesem Moment nicht tragen mussten. River Valley liegt tief unten in einem Tal, umgeben von hohen gruenbewachsenen Bergen und einem breiten Fluss mittendrin. Genau an diesem Fluss, liegt River Valley und besteht insgesamt aus nur einem Hostel. Sonst ist dort nicht viel drumherum. Mein Explorerinstinkt hat mich hier unten dazu angeregt, wieder mal die Gegend zu erkunden. Zuerst hab ich einen sehr alten ausrangierten Kleinbus entdeckt, der keine Raeder mehr hatte und innen drinnen war ein Doppelbett mit einer davorstehenden Couch und nem Kuehlschrank aufgebaut. Draussen gab es eine alte Badewanne,ueber die provesorisch ein Dach und drei Waende gebaut waren und ein Brauseschlauch drueber hing. Hier konnte man sich wahrscheinlich mit eiskaltem Wasser abkuehlen. Nicht weit entfernt, hab ich noch  ein ‘stilles Oertchen’ entdeckt, welches ebenso provesorisch aufgebaut war, wie die Dusche. Wer weiss, ob man diese kleine Location auch mieten konnte. Dann haette man zwar besser als Robinson und Freitag gelebt, doch waere immer noch abgeschottet von all dem zivilen Leben gewesen. Richtig schoen idyllisch war es dort, obwohl ich an diesem huebschen Ort nur eher zufaellig vorbei gekommen bin, da ich eigentlich den nahegelegenen Wasserfall erkunden wollte, zudem aber kein Weg weiter hinfuehrte.

 

Ganz hatte ich meine Plaene von der Erkundungstour nicht aufgegeben. So habe ich in dem Hostel nachgefragt, was es hier noch zu entdecken gebe. Die huebsche Frau aus der Rezeption hat mich auf einen ‘Wanderweg’ geschickt, der sich spaeter eher als ‘Abendteuerroute’ entpuppen sollte. Da ich nicht ganz allein auf diese halbstuendige Entdeckungsreise gehen wollte, hab ich ein paar Leute aus der Gruppe gefragt. Mitgekommen sind nur zwei Japaner/-in. nach relativ kurzer Zeit hat sich “Mitju” die eine Japanerin von uns verabschiedet. Der Grund war recht einfach: der Wanderweg hoert naemlich einfach vor unseren Augen auf. Vor einer Weile muss es hier einen Erdrutsch gegeben haben, der den Weg mit sich gerissen hat und in ca 10m Tiefe genau in den Fluss endete. Das war fuer die Japanerin zu gefaehrlich. Gut, mit einfachen Turnschuhen war sie auch nich praechtig ausgestattet. Der Japaner und ich sind von dem Weg auf den abhang gesprungen und haben irgendwie versucht, das andere Ende des Weges zu erreichen. Nur nach unten schauen durfte man nicht gerade, denn dort war der Fluss und es war bestimmt saukalt in dem Wasser. Der Weg war nun wirklich kein richtiger Wanderweg, aber dafuer umso schoener drin herum zu kraxxeln. Einen zweiten Abhang mussten wir etwas spaeter noch mal runter. Diesmal war jedoch ein Seil gespannt, an dem wir uns festhalten konnten. Nun hatten wir freie Sicht auf den Wasserfall, von dem die frau ander rezeption gesprochen hatte. Der Wasserfall war wirklich ziemlich hoch und wunderschoen. Auch hier war man mit der Natur allein. Ein Stueck hab ich noch versucht, naeher an der Wasserfall heran zu klettern, waehrend der Japaner in sicherer Entfernung auf mich wartete. Doch nach ca. 200 Meter war der Weg fuer mich zu Ende. Nur noch Wasser vor meinen Fuessen und kein rettender Stein mehr, der mir irgendwie geholfen haette, meinen weg weiter vorzusetzen. So kehrt ich um und wir sind zurueck zum Camp gewandert. Wieder hoch an dem Seil und wieder einen Sprung auf den Abhang, wo der Weg so weggespuelt war.

 

An der Unterkunft wieder mit trockenen Fuessen angekommen, hatten wir immer noch etwas eine dreiviertel Stunde Zeit. Was nun. Da ist mir der Flying Fox in die Augen geraten. Der Flying Fox ist eine Art Transportmittel fuer alle moeglichen Gueter, die man ueber einen Fluss transportieren moechte. Das ganze Geraet haengt an einem Seil und die Lasten werden dann mit reiner Musklekraft ueber den Fluss gezogen. Naja, nunsassen wir ganz kurz entschlossen auf dem Flying Fox und haben uns selbst ueber den Fluss transportiert. Auf der anderen Seite haben wir das Geraet am Baum festgemacht,um sicher zu stellen, dass sich die anderen Kollegen keinen schlechten scherz erlauben, den Flying Fox auf dem uns gegenuebergelegenen Ufer festbinden und wir auf der anderen Seite festhaengen. Hier, bei uns auf der Seite gab es auch nooch einen Wasserfall, den wir sehen konnten und ueberqueren mussten. Der Hauptgrund, dass ich auf diese Seite wollte war, dass ich den Wasserfall von sehen wollte, den ich ganz am Anfang unserer Ankunft von der anderen Seite aus nicht erreichen konnte. Hinauf ging es einen wirklich sehr steilen Berg und mir ging echt nach kurzen Zeit die Luft aus. So hab ich mich erstmal ins Gras gesetzt und den gigantischen Ausblick von dort oben auf das Tal genossen. Nach einer viertel Stunde rumsitzen musste ich zurueck, denn nun war es zeit fuer ein staerkendes Dinner im Hostel, welches in zehn Minuten gerichtet sein sollte. Die Fahrt mit dem Flying Fox zurueck ueber den Fluss war sehr anstrengend. Irgendwie hatten wir beide keine Kraft mehr, doch mit Mueh und Not haben wir es geschafft, am sicheren Ende des Flusses anzukommen.

 

Nun gab es endlich das ersehnte Dinner mit verschiedenen Spezialitaeten. Dazu noch ein Bierchen und …. Mahlzeit. Nach dem Dinner haben wir ‘UNO’ gespielt, zusammen mit Claire (England), Daniel (Germany), Andrew (England), und noch zwei anderen Englaenderinnen, deren richtigen Namen ich nicht weiss, weil wir uns gegenseitig Spitznamen vergeben haben, die einfach auf den T-Shirts drauf standen.

 

 

Der 33. Tag – 29.10.2006

 

Die vergangene Nacht war extrem anstrengend. Ein paar Leute von der Gruppe waren bereits im bett als ich mich dann zu ihnen gelegt hab. Es haben ca. 14 Leute nebeneinander auf einer Ebene geschlafen. Zwei Ebenen gab es insgesamt und as mal zwei, weil es zwei Raeume. Das kann ja ganz gemuetlich werden und das war auch nicht das Problem in dieser Nacht, welches so anstrengend war. Es war einfach dem Grund geschuldet, dass einige aus der Gruppe dachten, dass sie in der Lounge extrem laut machen und Lieder nicht singen sondern schreien muessen. Als die Barkieperin dann den Laden dicht gemacht haben, weil es so spaet war, ging das ganze bei uns im Raum weiter. Mindestens eine Studne haben die dort so etwas von rumgebruellt, dass einfach nicht mehr zum aushalten war. Das ist ein Grund, nicht mit Kiwi oder einem anderem Busunternehmen zu reisen, sondern eher sein eigenes Ding zu machen. Nachdem die Barkieperin, die zugleich auch die Besitzerin des Hostels ist, zwei mal im Raum war, haben die Kollegen es endlich mal eingesehen, raussugehen und in der freien natur weiter zu schreien. Schreklich! Vorallem die englischen Maedels hatten an diesem abend ein enorm lautes Organ. Nun ja.

 

Irgendwann um sieben hiess es aufstehen, da wir heute White Water Raften wollten. Nach einer kurzen Einweisung, was wir alles beachten und welche sachen wir anziehen muessen, konnte dieses Abenteuer losgehen. Jeder hat einen Fleecepulli, einen neoprenanzug, ein paar Neoprenschuhe, eine wasserdichte Jacke, einen Helm und eine Lifejacket bekommen. Dann sind wir in den Transporterbus reingehoppt und die Fahrt ging einige Kilometer flussaufwaerts durch wunderhuebsches Farmland. Haette ich doch nur meinem Fotoapparat mitgenommen, ich Dussel! Am Fluss angekommen, wurden zuerst die Boote vom Haenger geworfen und ein Gruppenfoto gemacht, wie wir alle vorher noch gekacht haben. Dann gab es noch ein paar lebensrettende Hinweise, falls wir unverhofft und ungewollt das Boot verlassen sollten. Nun waren wir gut geruestet, um auf den river zu gehen. Mal sehen, was uns dort erwarten sollte, schliesslich hab ich so etwas in meinem Leben noch nicht gemacht. Wie so einige andere Sachen hier in Neuseeland.

 

Auf dem river haben wir verschiedene Sachen noch mal prktisch geuebt, wie z.B. das Springen auf die Linke und rechte Seite, wenn wir z.B. an einem Felsen festhaengen und das Gewicht kurzzeitig verlagern muessten oder einfach nur so zum Lenken des Bootes. Auch das Retten einer ueber Board gegangenen Person haben wir geuebt, in dem einer von uns ins eiskalte Wasser springen musste und wir ihn rausgewuchtet haben. Dann mussten wir alle auch mal ins wasser springen. Und glaubt mir, das war so saukalt. Verdammt!! Nach ca drei oder vier Minuten durften wir wieder ins Boot zurueck und zum Aufwaermen erstmal eine Runde paddeln. Das tat echt gut. Die meiste Zeit war der River eher ruhig als gefaehrlich. Ein paar Stromschnellen haben wir zwischendurch immer wieder mal mitgenommen und das macht dann auch gleich richtig Spass. Vorallem, wenn man rueckwaerts durch so eine Stromschnelle durchschwimmt und nicht weiss, wo die Fahrt hingeht. Genial! Dann kam wieder lange Zeit nichts. Zeit zum zureucklehnen und die Natur geniessen. Aus den Bergen kamem immer wieder kleine Wasserfaelle herunter und die Haenge waren dicht bewachsen mit den verschiedensten Pflanzen. Wunderschoen anzusehen! Dann kam mal wieder ein ‘feindliches’ Boot von hinten, die uns versuchten mit ihren Paddeln nass zu spritzen. Den haben wir es aber richtig gegeben. Nass waren wir ja eh schon, aber Spass muss sein, auch auf dem River. Vor langer Weile haben sich ein paar Jungs von dem anderen Boot ins Wasser fallen und treiben lassen. Naj, wer die Kaelte braucht, bitte schoen. Ich wollte da nicht unbedingt rein. Nach einer Weile haben wir dann mal einen richtig schoenen Strudel mitgenommen. Da kommt Aktion auf und man kommt dort auch nur durch, wenn man sich an dem Boot mit beiden Haenden festgrallt. Einer von unseren Leuten war auf einmal verschwunden, doch unser Kaeptain hat gut reagiert und ihn an den Sachen festgehalten, dass sich der Junge nicht so weit weg vom Boot entfernt. Andrew, das war der blinde Passagier, war selbst noch etwas ueberrascht ueber seinen kurzen Ausflug, aber es war nichts passiert. Alles dran. Auf einem sehr ruhigen Flussstueck konnte er sich erstmal erholen und es gab fuer jeden nen Schockoriegel als Staerkung, beevor der naechste Strudel auf uns lauerte. Auch der war ziemlich lustig. Das macht richtig Spass, dieses Raften. Schade, dass es in Dresden nicht so einen wilden Fluss gibt. Zumindest kenne ich dort keinen. Noch nicht! So ziemlich am Ende der Strecke angekommen, haben wir noch Halt an einem hoeheren Felsen gemacht, von dem wir runter springen konnten, wenn wir wollten und eintauchen in das kalte Wasser. Natuerlich konnte ich davon meine Finger nicht lassen und hab auch das mitgemacht. Als ich so an der Kante stande, fuehlte ich schon ein leichtes Gribbeln im Bauch, doch da darf man nicht lang uebrlegen. Einen kurzen Schrei rausgestossen und ab ging die Post und ich sag euch, dass macht so einen heiden Spass. Also gleich noch mal rauf auf den Felsen und nochmal runterspringen. Jippie.

 

Nach ca 12 km Flussfahrt sind wir im Hostel angekommen und hatten noch Zeit genug, uns zu staerken, beevor wir weiter in Richtung Wellington gefahren sind. Auf dieser Fahrt war es eher ruhig. Viele waren wahrscheinlich von der letzten Nacht noch geschafft und die anderen von der Wildwasserfahrt. In Bulls, einem kleinen Ort auf der Strecke nach Wellington gelegen, angekommen hab ich mich entschieden, den Bus zu verlassen und weiter in Richtung Westkueste nach New Plymouth und Mt Taranaki zu reisen. Diese gegend soll wundderschoen sein und vorallem wenig Tourismus haben. Was mir nach der letzten Nacht sehr gut gefallen koennte. So hab ich in Bulls an der Information gefragt, ob heute noch ein Bus nach New Plymouth geht, denn in diesem kleinen Dorf wollte ich meinen Geburtstag unter keinen Umstaenden verbringen. Und siehe da, ich hatte so ein Glueck, dass ich nur eine halbe Stunde warten musste, beevor der Bus kam. Zeit genug fuer nen Kaffee und ein leckeres Eis. Appropos Eis, die Eiskugel sind hier nicht wirklich Eiskugeln, das sind eher Eisberge. Selbst bei einer normalen Kugel Eis bekommt man hier so viel wie bei uns da Heim fuer drei. Und das Beste daran ist, das man fuer diesen Berg auch nur 75 cent bezahlt. So heisst es hier Eis essen soviel nur geht. Auch wenn man im Supermarkt einen Zwei-Liter-Potisch kauft, dann kostest das umgerechnet mal einen Euro. Nicht schlecht, was?

 

Nun zurueck. Der White Star bus kam also puenktlich nach einer halben Stunde am Busbahnhof an und ich bin eingestiegen. Das war das erste mal in einem einheimischen Linienbus mit nur Einheimischen drinnen, kein einziger Tourist. Das war so herrlich. Nach kurzer Zeit bin ich auch schon mit einer Frau ins Gespraech gekommen, die neben mir gesessen hat. Die Lebt in Whanganui seit rund 15 Jahren und schreibt nebenbei Kinderbuecher. Mit ihr konnte ich mich wirklich sehr gut unterhalten, waehrend es draussen geregnet hat und es eh nicht viel zu sehen gab. Die Zeit von Bulls nach Whanganui ging so viel zu schnell vorbei. Es war eine kurze, aber sehr schoene Fahrt mit ihr zusammen. In Whanganui hat der Bus erstmal fuer eine halbe Stunde Zwischenstopp gemacht. Der Grossteil der Besatzung ist ausgestiegen und hat sich bei Mc Donald oder Burgerking etwas zu futtern geholt und selbst der Busfahrer sass mit seinem Burger neben dem Bus. Das war fuer mich in der Tat eine neue Erfahrung. In Deutschland ist mir das in dieser Form noch nicht passiert und das macht diese Reise hier auch so interessant und spannend, da man staendig so viele neue Sachen erlebt, die ich gar nicht alle schriftlich festhalten kann. Doch in meinem Gedaechtnis sind sie hoffentlich fuer sehr lange Zeit gespeichert.

 

Nach diesem kurzen Pciknick sind wir weiter nach New Plymouth gefahren, was ungefaerh noch zwei – drei Stunden entfernt lag. Durch den ganzen Regen, hat sich der Mt Taranaki die ganze Zeit in Wolken gehuellt und man hatte keien Chance, ihn mal komplett zu sehen. Auf der ganen Reise hab ich mir auch noch nicht mal wirklich Gedanken gemacht, wo ich denn nun schlafen werde und dabei war es schon um acht abends. Doch keine Bange, ich sollte schon ein Bett finden koennen. Schleisslich ist jetzt noch Nebensaison und nicht all zu viel los in der Stadt. Zum guten Schluss hat mich der Busfahrer noch direct voir einem Hostel namens Sunflower Lodge abgesetzt. Mit meinem ganzen Gepaeck im Rucksack bin ich an die Rezeption und der Mann war ausserst nett. Er hat mir erstmal das komplette Hostel gezeigt und mir dann gleich ein Zimmer gegeben. In meinem Zimmer liegen nun drei Deutsche (Michael, Christopher und ich) sowie ein Chilene (Diego) und eine Argentinierin (Romina). Ueberhaupt sind in diesem Hostel sehr viele Deutsche. 

 

Abends hab ich dann auch nicht mehr all zu viel gemacht, ausser mit Chris und Micha gequatscht. Zum trinken und zum Anstossen auf meinen Geburtstag hatte ich nichts weiter dabei und so war es eher eine ruhige Feier. An dieser Stelle moechte ich mich bei euch allen ganz herzlich bedanken, die an mich gedacht haben und mir eine SMS oder Email geschrieben haben. Wir trinken dann mit Sicherheit einen zusammen, wenn ich wieder da Heim bin, versprochen.

 

 

Der 34. Tag – 30.10.2006 

 

Hier in New Plymouth kann man eine ganze Menge veranstalten. Zuerst bin ich heute in den nahegelegenen Pukekura Park gelaufen. In dem Park laeuft man die meiste Zeit durch dicht bewachsenen Urwald. Man hat so viele Wanderwege in diesem Park, so dass man an einem Orchideenpark, Rhododendronpark, einigen Seen und Bruecken, einem Wasserfall, einem Zoo vorbei kommt und durch einen Gewaechshaus gehen kann, wo viele verschiedene Farne drinnen wachsen. Das ist wirklich wie im Urwald, nur ohne jegliche Art von gefaehrlichen Tieren. In diesem Park bin ich nun ganz unverhofft den ganzen Tag spazieren gewesen. Nur schade, dass ich diese Erfahrungen mit euch nur auf Bildern und von Erzaehlungen teilen kann. Das ist wirklich so schoen in dem Park. Von Mitte November bis Februar gibt es in diesem Park eine Festival. Die Vorbereitungen dafuer laufen bereits jetzt auf Hochtouren und so praeparieren die Menschen die Baeume mit Lichtern. Stellt euch diese herlichen Park dann noch bunt beleuchtet vor. Oh mann, muss das schoen sein. Vorallem wenn man abend durch den Park wandert….

 

 

Der 35. Tag - 31.10.2006

 

Von dem Hostelbesitzer hab ich erfahren, das man heir einen Coastal Walk machen kann. Dabei geht es sieben Kilometer an der Kueste entlang. Diesen Walk musste ich mir natuerlich antuen. An dem einen Ende des Walks steht eine hoher Fels, auf den man hochklettern kann und die Aussicht auf der einen Seite und reine Kuestenlandschaft und Natur auf der anderen Seite geniessen kann. Wenn man dann noch gutes Wetter hat, sieht man von dort oben den Mt Taranaki in voller Pracht. Jedoch hatte ich heute nicht dieses Glueck. Egal, die Aussicht war dennoch fantastisch. Der Rueckweg fuerhte mich kreuz und quer durch die Stadt. Vorbei an kleinen Haeuschen, die eher abgelegen und ein wenig verfallen waren, wieder einige Huegel bergauf und bergab, noch einmal zum Zoo im Pukekura Park. Gestern haben mich hier die Batterien des Fotoapparates verlassen und so hab ich die Gelegenheit noch mals genutzt, den Affen zuzuschauen, wie sie versucht haben, eine Ornage zu schaelen. Das war wirklich truamhaft mit anzuschauen. Sie haben immer wieder versucht, die Orange auf den Baumstamm aufzuklopfen, sich mit ihrem ganzen Koerpergewicht draufzustemmen und wieder auf den Baumstamm geklopft. Die einen hatten es eher geschafft oder hatten etwas mehr erfahrung. Nur der eine Affe hatte wirklich Muehe, an das saftige Fruchtfleisch heran zu kommen. Anschliessend hab ich den Voegeln noch einen Besuch erstattet. Es gab dort ein ‘Gehege’, in das man hinein gehen konnte und direkt mit den Voegeln zusammen ist. Lauter bunte Papageien und andere Voegel gab es dort drinnen.

 

Auf der weiteren Tour durch die Stadt, bin ich an einer sehr alten Steinkirche ‘St, Andrews’ vorbei gekommen und durfte auch mal in das Innere der Kirche hineinschauen. Am besten finde ich immer noch die Kirchen von den Maoris. Die sind mit so vielen Schnitzereien versehen, da kann kaum eine andere ‘normale’ Kirche mithalten.

 

 

Der 36. Tag – 01.11.2006

 

Heut bin ich schon mal sehr zeitig aufgestanden, um zu sschauen, wie das Wetter ist. Und siehe da, Sonnenschein und blauer Himmel. Optimales Wetter also, um Wandern zu gehen. Nachdem ich meine Bleibe hier fuer ein paar Tage verlaengert habe und der Shuttle Bus iun zwanzug Minuten kommen sollte, blieb mir nur noch kurze Zeit zum Packen der Marschverpflegung und Notfallklamotten, falls es auf dem Berg regnen sollte.

 

Der Shuttle zum Mt Taranaki stand puenktlich halb neun vor der Tuer und die zwanzig minuetige Fahrt ging los. Mit im Shuttle sass Tjeert, ein Hollaender, der ebenfalls auf den Berg wollte. Auf der Fahrt hat uns der Fahrer eine Menge ueber die Gegend um den Mt Taranaki erzaehlt und so verging die fahrt recht zuegig und wir standen auf einmal direct vor dem Berg. An der Doc-Center, am Beginn der Walking-Tracks, sollte man sich in ein Buch einschreiben, damit ein Verantwortlicher am Ende des Tages hineinschauen kann, weiss, wer noch auf dem Berg ist, welche Strecke er laufen wollte und falls dieser mensch noch nicht zurueck gekommen ist, dann wird normalerweise ein Suchtrupp losgeschickt. Hintergurnd dieser Geschicht ist, dass im Laufe der Zeit knapp 100 Personen auf dem berg ums Leben gekommen sind, weil keiner wusste wo sie sich gerade aufhalten wollten und weil sie zu wagemutig waren. Ich finde das echt eine feine Sache von dem Departemant of Conservation.

 

Mit Tjeert bin ich nun am Anfang des Track losgewandert und wir wollten die Thaurangi Tour machen. Tjeert war gestern schon diese Tour gegangen, doch er hatte Pech mit dem Wetter, dei ganze Zeit hat es geregnet und es war Nebel um den Berg. Heute wollte er also einen erneuten Anlauf nehmen. Das erste Stueck der Strecke war recht easy going, doch schon der zweite Teil war enrom steil. Gott sei Dank, das der Weg betoniert war, sonst haetten wir echte Problem gehabt ueberhaupt vorwaerts zu kommen. Auf der Haelfte der Strecke mussten wir auch mal einen Stopp einlegen, weil uns einfach die Puste ausging. An der der Thaurangi Lodge angekommen, die nur fuer Notfaelle genutzt wird, haben wir unser Lunch genossen. Die Aussicht war leider sehr mager, der auch heuter der berg wieder mal im Nebel verschwinden wollte. Das war sehr aergerlich, denn von hier asu haette man bestimmt eine grandiose Aussicht auf das davorliegende Tal.

 

Nach ungefaehr zwanzig Minuten und einer guten Grundlage im Bauch, haben wir unsere Tour fortgesetzt. Aber nicht sehr weit, denn als wir an die Gabelung des weges kamen, wo es hoch auf die Spitze des Berges ging, sahen wir drei junge Maenner, die in Turnschuhen versuchten den Berg zu erklimmen. Die eigentliche Strecke fuehrte mitten durch ein Schneefeld. Also haben sie beschlossen, am Felsen hinaufzulattern und dann weiter zu sehen. An genau dieser Stelle packet mich die Neugierde und ich wollte auch diesen weg gehen und moeglicherweise ueber den Wolken stehen und die Spitze des Mt Taranaki sehen koennen. Da Tjeert um ein Uhr schon wieder vom Shuttle abgeholt werden wollte, hatte er nicht genuegend Zeit, mity auf die Spitze zu kommen. So haben sich unsere Wege geteilt, ich bin die ersten Meter den Jungs hinterher gekraxxelt und Tjeert ist weiter auf dem normalen Track gewandert.

 

Die ersten Meter war reine Bergstiegerarbeit, immer schoen den Felsen hoch. Meine Schuhen waren anscheinend doch etwas besser geeignet, als die der Jungs, denn nach kurzer Zeit hatte ich sie eingeholt und bin an ihnen vorbei. Im Nebel haben sich unsere Spuren dann geteilt und irgendwie hatten sie wohl keine Lust mehr gehabt weiter hoch zu steigen. So bin ich allein meiner Wege gegangen, obwahl das auch nicht ganz ungefaehrlich ist. Auf dem Weg nach oben hab ich mich immer wieder mal umgeschaut, um mir den Weg zu merken, den ich wieder runter gehen muss, damit ich nicht im Nirgendwo verschwinde, wenn ich den Weg verpasse. Der Aufstieg wurde allmaehlich haerter. Nun hatte ich keinen festen Untergrund mehr unter den Fuessen, nur noch Geroell und ich brauchte zwei Schritte, wofuer ich sonst nur einen gebraucht haette, weil das Geroell unter den Fuessen immer wieder wegrutschte. Nicht destotrotz. Ich wollte ganz nach oben. Dieser Weg eignete sich wunderbar, um sich immer wieder kleine Zwischenziele zu setzten, die man erreichen wollte. Nur so konnte man immer wieder neuen Muut fassen, weiter zu gehen. Die Etappen durften aber auch nicht zu lang sein. Das ist wie im wirklichen Leben. Hat man ein grosses Ziel, welches man erreichen moechte, dann muss man sich auch immer wieder kleine Ziele setzen, an denen man Tag fuer Tag daran arbeitet, um letztendlich sein grosses Ziel zu erreichen. Nach dem Geroellkam nun langsam Schnee mit ins Spiel. Teilweise war der Aufstieg auf dem Schnee einfacher als auf dem Geroell. Andererseits musste ich hoellisch aufpassen, dass unter dem Schnee keine Eisplatten sind, auf denen ich ausrutschen koennte. Der Ber wurde nun auch immer steiler und steiler und ich musste mehr Verschnaufpausen einlegen, als ich dachte. Auf einem wohlgeformten Felsen hab ich mein zweites Lunch verspeisst und die herrliche Aussicht ueber dern Wolken genossen. Hier oben schien die Sonne. Das war manchmal schon zu heiss, doch im naechsten Moment kam ein Wind um die Ecek, der es ebenso schnell wiedr kalt werden liess. Es ist ein unbeschreibliches Gefuehl, ueber dern Wolken zu sitzen, die absolute Ruhe zu geniessen und su relaxen. Die Strapazen des Aufstieges waren da schnell vergessen. An dieser Stelle, wo ich jetzt sass, waren es vielleicht immer noch 150 oder 200 Meter bis zum Gipfel und der Weg sah nicht gerade einfach aus. Ein Stueck wollte ich aber dennoch gehen. Es war einfach zu velockend und der Reiz zu gross, zu wissen, was ich auf der anderen Seite des Berges

Wohl sehen koennte. So bin ich noch ca 50 Meter weiter hoch geklettert, bis ich dann endgueltig den Weg abgebrochen habe. Nun hatte ich nur noch Schnee vor mir und ich wusste nicht was unten drunter ist. Diese Tatsache, dass es ziemlich steil drueber runter geht und ich keinen Halt finden wuerde, wenn ich meinen Weg weiter fortsetzt und abrutsche, waren es mir nicht wert. Einen Eispickel haette ich hier gut gebrauchen koennen. So verweilte ich an dieser Stelle auf ca 2400-2500 Meter noch fuer kurze Zeit, genoss die Stille und die herrliche Aussicht, somal weil nun noch die Wolkendecke leicht aufzog und man einen Blick aufs Meer und auf die Stadt haben konnte.

 

Die Zeit fuer den Abstieg konnte ich genauso wenig einschaetzen wie fuer den Aufstieg. Letztendlich hab ich fuer den Aufstieg ca 2,5 Stunden gebraucht und runter zu nur 35 Minuten. Ausgeganegn von der Thaurangi Lodge. Das meiste Stueck des Abstieges konnte ich im Geroell hinunter rutschen. Das hab ich jedoch nur bis zu dem Moment gemacht, bis ich auf der anderen Seite weitere Menschen gesehen hatte, die gerade noch auf dem Weg nach oben waren. Die kleinen Steine sind so unberechenbar, dass man nie weiss in welche Richtung sie rollen werden. So wechselte ich meinen Weg in den Schnee rueber und bin weitestgehend auf dem Schnee drueberrunter gesurft. Das haette ich glatt weg bis ganz runter so machen koennen. Das hat wirklich Spass gemacht.

 

Auf dem Ausgangsweg wieder angekommen, hab ich den normalen Weg fortgesetzte. Im Vergleich zu dem Aufstieg, war es eher langweilig, doch umso comfortabler zu wandern und ich brauchte nicht mehr so viel Kraft. Die Landschaft war aber auch hier wieder sehr schoen, ca 1- 1,5 m hohe Buesche, Gestruepp und Baeume und alles war so gruen. Wunderschoen. Da ich noch reichlich Zeit hatte, weil ich nun fuer den Abstieg nicht ganz so viel Zeit brauchte, wie ich anfangs dachte, hab ich mich entschlossen einen Teil des Veronica Tracks noch mit zu laufen. Das hat sich in der Tat auch wirklich gelohnt. Durch dicken Urwald, wo die Baeume dicht mich Moss bewachsen sind und wo Pflanzen wachsen, die nicht ueberall in Neuseeland vorkommen, macht es richtig Laune durch zu wandern. Das werde ich richtig vermissen, wenn ich zurueck bin. Auch auf dieser Strecke hab ich wieder jede Menge Bilder gemacht.

 

Am Carpark am Doc-Center angekommen, hatt eich noch einen halbe Stunde Zeit, bis ich von dem Shuttle abgeholt wurde. Diese Zeit nutze ich, um mich auf die Parkbank zu legen, die letze Mahlzeit zu verschlingen und zu relaxen……

 

Abend hab ich geschlafen wie ein kleines Baby. Irgendwie war ich tierisch geschafft von der heutigen Wanderung.

 

Der 37. Tag – 02.11.2006

 

Heute hab ich mal wieder nicht all zu viel gemacht, nur ausgeschlafen, meinen Weblog aktualisiert und eine Runde durch die Stadt spazieren gegangen. Dem Visitot Center hab ich einen Besuch erstattet, in deme in kleines Museum intergriert ist, wo man mehr ueber die Geschichte von Mt Taranaki und New Plymouth erfaehrt. Spannend fand ich dort drinnen einen kurzen Film ueber die Entstehung von Mt Taranaki. Der Vulkan ist immer wieder mal ausgebrochen, ein paar hundert oder tausend Jahre steeper in sich zusammen gebrochen  und wieder ausgebrochen und zusammen gefallen. Dabei hat sich fast jedes mal die ‘Landeszunge’ ins Meer hinein veraendert. Es ist wirklich interessant, wie sich die Erde so von allein verformt und immer wieder veraendert, vorallem hier in Neuseeland ist das Erdinnere ernorm aktiv.

 

Am abend war ich mit einige Deutschen (Christop, Michael, Janine, Claudia, Ursula) und einem Schweizer (Tobias), die hier im Hostel untergebracht sind, Billiard spielen und ein paar Bierchen trinken. Nach fuenf Spielen hatten sie keine Lust mehr. Nicht schlimm, denn hier wird man einfach angequatscht, ob man nicht Lust haette ne Runde Billiard mitzuspielen, somal es heute nichts gekostet hat. So hab ich dann die weiteren Spiel emit ein paar Neuseelaendern (Markus, Erben, Brian) gespielt und ein paar andere Neuseelaneder sind spaeter noch mit dazu gekommen. Der abend war also recht lustig und gut fuer mein Englisch.

October 24

Fortsetzung Nordinsel

Der 16. Tag – 12.10.2006

Heute war wieder mal so ein Leisure Day, an dem ich mal nicht viel gemacht habe. Fuer nen Spaziergang durch Taupo, entlang dem Beach des Lake Taupo, am Hafe vorbei, durch nen Stadtpark mit herrlichem Blick auf dei beiden Vulkane Mt Ruapheu und Mt Ngha... irgendwas. Dann ging die Tour weiter entlang der Spa Rd, nen steilen Huegel hinauf auf das ‘Dach’ von Taupo. Gleich hier um die Acke, auf der linken Seite, ist die Station fuer die Bungy Jumper. Das war natuerlich schoen, einfach mal zuzuschauen, als sich zwei Japaner die ca. 47 Meter in die Tiefe gestuertzt haben. Einer von Ihnen hat dabei noch mit den Haenden das Wasser beruehrt. Es gibt auch zig verschiedene Moeglichkeiten, wie man von der Plattform herunter springt. Vorwaerts, rueckwaerts, allein, mit jemandem zusammen, damit man sich noch richtig in die Auge schauen kann, wenn man einmal an dem Seil haengt. Ich glaub, das waren 16 verschiedene Varianten, die dort angeboten worden. Meinen Bungy Jump hebe ich mir noch auf, fuer Queenstown. Dort geht es dann ca 140m in die Tiefe und man springt in eine Schlucht hinunter, wo der Sprung vielleicht noch etwas extremer wirkt, wenn auf beiden Seiten steile Felswaende in die Hoehe raken. Bis ich in Queentstown bin, dauert es allerdings noch ein Weilchen – ca 6 Wochen, nach meinem groben Plan. Mit Sicherheit werde ich euch dann auch wieder davon berichten. Nun zurueck. Von der Bungy Jump Plattform ging mein Weg weiter durch den Spa Park, wo es einen Hot Spring gibt, der auf der einen Seite des Waikoto Rivers aus der Erde entspringt und in den Fluss muendet. Vor dem Hot Spring gibt es zwei kleine natuerlich angelegte Pools, die von einigen Reisenden gerade ueberfuellt waren. Vielleicht gehe ich ein anderes mal noch mal hier her. Es ist eine wundervolle Kulisse, direkt neben dem Waikato River in einem Hot Pool zu liegen. Zwei Wasserfaelle gibt es hier auch. Wunderschoen!

Abends war ich mit Marc (France), Bodo (Scottland) und Tobi (Germany) dann wieder einmal mehr im Mulligan’s, der Kneipe in Taupo, wo fast jeder Backpacker hingeht. Und dementsprechend knackevoll ist es dort auch fast jeden abend. Eine andere Bar ist die Karaoke-Bar, in der wir auch schon mal waren. Das Singen ist aber nicht wirklich mein Ding, zumindest moechte ich das den anderen Gaesten der Bar nicht wirklich antuen. Vielleicht singe ich mal als Letzter, wenn eh alle gehen wollen. Nunja, an diesem abend waren natuerlich auch wieder Kiwi’s vor Ort. Kiwi’s nenne ich all die Menschen, die mit Kiwi Experinece unterwegs sind. Jedenfalls haben die in ihrem halbbetrunkenen Zustand ein Spiel gespielt, wo zwei Leute (Mann und Frau) gegeneinander antreten mussten und das ganze Publikum mit einbezogen wurde. Der Moderator hatte eine Liste vorbereitet, auf der alle moeglichen Koerperteile standen. Angefangen von Wange, Mund, Hals, Bauchnabel, rechter Ellebogen, Mittelfinger, Schulter, Nippel, rechtes Knie, Wade etc. Standen. Nun musste jeder, der Beiden, sich irgendwelche Personen aus dem Publikum raussuchen und ihn dann einen Kuss auf das jeweilige Koerperteil versetzen. Das Spiel ist nicht besonders anspruchsvoll, dafuer aber um so lustiger. Glaubt mir. Wir koennen das mal in Deutschland spielen, wenn ich wieder zurueck bin und sich eine passende Gelegenheit anbietet.

 

Der 17. Tag – 13.10.2006

Heute morgen hab ich selbstverstaendlich erstmal ausgeschlafen. Nach so einem abend ist das schon mal gerechtsfertigt *grins*. Um ca. 11 Uhr bin ich dann aber dennoch schon fix und fertig fuer nen kleinen Walking Track gewesen. Heute sollte die Wanderung entlang des Waikato Rivers, durch den Spa Park hindurch, am Hot Spring vorbei zu den Huka Falls gehen. Das Wetter bot sich fuer diese Tour einfach mal an und dauerte auch nur 1 ¼ Stunde bis zu den Wasserfaellen. An den Huka Falls bin ich vor ein paar Tagen ja schon gewesen und deshalb sollte meine Wanderung weiter entlang des Waikoto Rivers gehen, hinter bis zu dem Aratiatia Damm. Das ist ein ganz gewoehnlicher Staudamm, nur die Wanderung dorthin war eben faszinierend. Hindurch durch lauter Palmen, die am Wegesrand standen, einige Berge hinauf mit Blick auf den River durch einen Nadelwald, aehnlich wie in Europa, entlang einiger Schafweiden. Von Schafen git es hier wirklich jede Menge. Rund 45 Millionen Schafe haben die hier. Im Vergleich zu den vergleichsweise nur 4,3 Millionen Einwohnern von Neuseeland, kommen auf jeden Buerger ca 10 Schafe. Ist schon verrueckt. Gleich nach der hohen Anzahl an Schafen, kommen die Anzahl der Possum. Von denen gibt es hier unglaublich viele. Vorallem liegen die aber eher ueberfahren am Strassenrand. Auch das klingt verrueckt, aber die Possums sind in Neuseeland eine Plage und so wird es an einigen Ecken angeboten auf diese kleinen Viehcher mit nem Gewaehr zu schiessen. Natuerlich gegen Money. Das verdeutlich aber schon mal, das die Possums nicht wirklich sehr beliebt bei den Neuseelaendern sind.

Die Wanderung ging also weiter, wieder nen Berg hinauf, von man den Startpunkt der Huka Jets gut sehen konnte. Die Huka Jets sind Schnellboote, die ueber den River heizen und einige Piruetten drehen, bei denen die Fahrgaeste laut aufschreien. Meistens klang es nach Frauenstimmen, die bis hoch in die Berge zu hoeren waren. Den naechsten Berg hinunter, durch eine etwas karge Landschaft wieder hinein in einen Wald aus lauter Palmen, auf den die verschiedensten Voegel gezwitschert haben. Ein Messe, wirklich. Ich haette mich am liebsten fuer eine Weile dort hinlegen koennen und einfach nur dem Gezwitscher lauschen koennen. Da ich jedoch nicht genau wusste, wie weit es noch bis zum Damm war, bin ich gleich weiter gelaufen und hab trotzdem die Atmosphaere genossen.

Am Aratiatia-Damm angekommen, habe ich ein paar Schritte an das Wasser heran gewagt und bin auch gleich wieder zurueck geschraeckt, als ich dort ein totes Possum liegen sah. Zumindest vermutete ich das, weil nur der Kopf und die Fuesse dort lagen. Aber wie richtig abgehackt. In diesem Moment ist mir ehrlich gesagt etwas anders geworden. Ein paar rasche Blicke um mich herum, haben mir verraten, dass ich noch allein war. Ich weiss zwar schon, dass das Leben in der Wildniss recht hart ist, aber ich wollte nicht unbedingt selbst dran teilhaben. Zumindest sah es wirklich so aus, als wenn die Fuesse und der Kopf abgehackt waren. Nicht wirklich ein schoener Anblick. Und so waren die herrlichen Bilder, die ich von dieser Tour noch im Kopf hatte, auch schon etwas getruebt. Verstaendlicherweise wollte ich diesen Weg nicht zurueckgehen. So habe ich mich nach einem Zwischenstopp am Damm, auf einer etwas abgelegenen Aussichtsplattform, erstmal von dem Schock erholt, mich gestaerkt und bin anschliessend auf den Rueckweg der Strasse entlang gefolgt. Dort war die Luft zwar nicht so sauber, wie im Wald, zumindest kam mir dieser Weg sicherer vor, als der Hinweg. Jetzt weiss ich auch, warum man imer zu zweit unterwegs sein sollte. Vielleicht beziehe ich das in meine naechsten Routenplanungen mit ein.

Achso, fuer Besucher des Dammes haben sich die Neuseelaender noch einfallen lassen, den Damm im Sommer immer um 10 am, 2 pm und 4 pm zu oeffnen, so dass das Wasser mit aller Kraft aus dem Damm herausschiesst und sich durch die dahinterliegende Schlucht schlaengelt.

Als ich im Hostel angekommen bin, gab es mich und einige andere Wanderlustige die freudige Mitteilung, dass der Tongoriro Crossing am kommenden Tag geoeffnet ist. Das ist fuer einige der einzige Grund nach Taupo zu kommen und den Tongoriro Crossing zu machen. Da es in dieser Jahreszeit wirklich sehr stark vom Wetter und vorallem von den Windverhaeltnissen auf dem Crossing abhaengt, ob man diesen Track machen kann, hab ich doch gleich dafuer angemeldet. Wer weiss, wenn wieder so schoenes Wetter werden wird.

 

Der 18. Tag – 14.10.2006

Heute morgen war schon um 6.20 pick up time. Das hiess fuer mich schon halb sechs aufzustehen. Mir ist das nicht wirklich leicht gefallen, aber ich wollte ja diesen Track machen. Also, raus aus den Federn!

Puenktlich 6.20 Uhr stand der Bus vor der Tuer. Kaum hatte ich den Bus betreten und mir nen Platz gesucht, sind mir auch schon die Augen zugefallen und ich bin erst kurz vor dem Startpunkt des Crossing wieder aufgeweckt, als der Bus ueber eine Schotterpiste fuhr. Sogleich gab es noch einige Instruktionen fuer den Track und man konnte sich ein paar ordentliche Wanderschuhe, Fleecejacken, Muetzen, Handschuhe etc. von dem Bus ausleihen. Der Tongoriro Crossing gehoert zu einem der Great Walks in Neuseeland und das ist er in der Tat auch, wie sich spaeter noch zeigen sollte.

Am Startpunkt des one-way-tracks angekommen, hab ich mich fertig fuer diese Herausforderung gemacht, also ordentlich angeschluepfert und noch mal gestaerkt mit ein paar nahrhaften Muesliriegeln. Dann ging die Post auch schon ab. Gestartet sind wir im Nebel, mit keiner guten Aussicht, die Vulkane auch klar sehen zu koennen. Doch nun waren wir einmal hier und bei schoenem Wetter kann bekanntlich auch jeder wandern. Die ersten paar hundert Meter waren easy going, ziemlich flach und unspektakulaer ging es ueber ein paar Holzbruecken, vorbei an den ersten kleinen Wasserfaellen, hinzu unserer ersten anstrengenden Bergbesteigung. Achja, diesmal war ich in Begleitung von einer Hollaenderin namens Maria. Zu zweit oder zu dritt laesst es sich dch besser wandern und die Herausforderung meistern. Der Aufstieg war sehr steil und das war schon fast mehr Bergsteigen als pures Wandern – ziemlich anstrengend. An dieser Stelle hab ich mich von einem Pullover verabschieden muessen, weil es auf einmal einfach zu warm war.

Als wir am South Crater angekommen waren, sind wir durch ein Schneefeld gestapft und es hat unglaublich doll gestuermt. Keine Spur von irgendeinem Vulkan oder auch den Krater haben wir nicht wirklich klar erkannte. Die einzigste Information ueber unseren Standort haben wir der Karte entnehmen koennen. Hier war es nun an der Zeit den Pullover wieder drueber zu ziehen und noch dazu die winddichte Regenjacke. Geradlinige sind wir unserem Weg durch den South Crater auf die andere Seite gefolgt. Und ploetzlich, ploetzlich ist die Sonne aufgezogen bzw. Haben sich die Wolken fuer einen kurzen Moment verfluechtigt. Schnell haben wir unsere Cameras gezueckt, doch wir waren viel zu langsam, denn die Wolken waren schon wieder da. Jetzt wussten wir zumindest in welcher Richtung sich der Vulkan befindet. Vielleicht zweihundert Meter weiter haben wir nochmals die Gelegenheit bekommen, den Vulkan zu sehen. Und diesmal blieb etwas mehr Zeit zum Fotos machen, wenn wir schon einmal hier sind.

Am Red Crater angekommen, hatten wir leichte Orientierungsprobleme, da es so stark gestuermt hat, das wir kaum unsere Karte halten konnten und extrem nebelig war es in der Zwischenzeit auch schon wieder geworden. Als wir kurz vor einem Abgrund standen, stand fuer uns fest, das muss der Red Crater sein. Ein kleines Stueck weiter bergauf, haben sich die Wolken fuer immer verzogen und wir hatten den kompletten Ausblick zum Mt Ngha... und ueber das ganze vor uns liegende Tal. Jetzt wusste ich, warum dieser Track zu den Great Walk gehoert. Der Ausblick war einfach fantasatisch. Wir haben den Red Crater, den South Crater, den Mt. Ngha...., die Emerald Lakes und den Blue Lake gesehen. Alles auf einmal. Da hatte sich der Aufstieg ja schon mal voll gelohnt.

Vom Red Crater ging es auf schotteraehnlichem Gestein hinunter zu den Emerald Lakes. Das ging ziemlich schnell, denn man konnte auf dem Gestein leicht herunter rutschen, aehlich wenn man surft. Nach den Emerald Lakes begaehrte uns ein weiteres Schneefeld, welches wir durchqueren mussten. Gleich zum Anfang des Schneefeldes, hat Maria nasse Fuesse bekommen als sie in eine Pfuetze getreten ist. Das war sicher sehr unangenehm mit nassen Fuessen den Crossing weiter zu bestreiten, denn es wird mit der Zeit auch saukalt. Nicht desto trotz sind wir weiter gewandert, am Blue Lake vorbei, der noch voellig zugefroren war. Am Rand dieses Lakes ist ploetzlich starker Wind aufgezogen, der mich einen halben Meter zur Seite versetzt hat. Da hab ich nicht schlecht geguckt und mir ist spontan das Lied ‘I Believe I Can Fly’ eingefallen. Nachdem wir den naechsten Huegel nach dem Blue Lake erfolgreich erklummen haben, haben wir uns erstmal eine Pause zum Lunch gegoennt. Die Zeit war wirklich reif, etwas zu essen zu bekommen. Vorallem war es hier windstill und wir haben die Aussicht genossen auf zwei vor uns liegenden Seen. Einer davon muss der Lake Taupo gewesen sein. Den Namen des anderen Sees hab ich noch nicht herausgefunden.

Nach der Pause ging es dem Abstieg entgegen, durch ein paar kleinere Schneefelder und durch eher karge Landschaft, in der nichts zu wachsen schien. Angekommen an einer Huette des Department of Conservation, welches fuer die intakte Natur in Neuseeland zustaendig ist, haben wir erneut eine Pause eingelegt und sind auf andere Teilnehmer des Crossings gestossen. Weiter dem Abstieg entlang, haben wir einen Bach gequert, der aus den Bergen kam und mit Sicherheit voll mit Schwefelpartikel gefuellt sein musste, denn weiter oben am Berg stiegen immer wieder uebelriechendes Nebelwolken auf. Der weitere Abstieg war unspektakulaer...

Als wir am Ziel, also am anderen Ende des Berges angekommen sind, lagen dort in einer groesseren Huette einige weitere Teilnehmer des Crossings, die sehr schnell ueber den Berg gegrabbelt sind und sich nun ein Schlaefchen gegoennt haben. Ueber eine Stunde haben wir dort gemeinsam auf den Bus gewartet, der uns zurueck zum Hostel gebracht hat.

Im Hostel angekommen, wollte ich erstmal nur sitzen und war auch viel zu faul zum selberkochen. So hab ich mich mit Mark und einigen anderen Backpackern entschieden, an dem Hosteleigenen Barbeque teilzunehmen. Mhhhh, lecker......

 

Der 19. Tag – 15.10.2006

Heute morgen musste ich wieder einmal ausschlafen, denn die beiden vorhergehenden Tage haben mich etwas geschafft. Am Fruehstueckstisch habe ich drei deutsche Backpacker getroffen: Melania, Sabine und Matthias. Es war schon mal wieder schoen, deutsch sprechen zu koennen. Denn bisher war ich nicht auf viele deutsche Backpacker gestossen.

Das Wetter war heute nicht so praechtig wie in den vergangenen Tagen und so raetselten die Drei, was sie machen koennten. Ich wollte heute nicht viel unternehmen, doch als wir uns entschieden haben, zu den Hot Springs am Waiktao River zu gehen und ein Bad mitten in der Natur zu nehmen, war ich natuerlich mit dabei. Melania und Sabine haben eine Fahrt zu Honez Hove gemacht, wo sie verschiedene Sorten an Honig probieren koennten. Und das muss wohl auch sehr lecker geschmeckt haben, wie sie berichteten.

Als sie wieder im Hostel angekommen waren, haben wir uns gleich auf den Weg zu den Hot Springs gemacht. Pack die badehose ein, hiess es dann. An dem Poll angekommen, war der total ueberfuellt mit anderen Backpackern von Stray. Das ist eine andere Reise Organisation neben Kiwi Experience und Magic Bus. So haben wir uns fuer einen kurezen Spaziergang am River entschieden, denn wir konnten uns fast denken, dass diese Leutchen nicht lang bleiben werden, wenn sie schon mit dem Bus dorthin gefahren werden. Und so war es auch. Nach ungefaehr einer halben Stunde sind wir zurueck gekehrt und hatten den Pool fast fuer uns allein. Genial, einfach in der Natur bdaen zu gehen und dann noch mit so herrlich warmen Wasser und zwei kleinen Wasserfaellen. In den Pool haben wir eine Weile einfach nur rumgelegen und zum Schluss hab ich mich unter den groesseren der beiden Wasserfaelle gestellt. Wenn das Wasser so auf die Schulter klatscht, kam das schon fast einer Massage nahe.

Im Hostel gesund, munter und fit angekommen, hatter Mark, der Franzose, fuer ihn, Bodo, den Schotten und fuer mich Koteletts mit Bartkartoffeln gekocht. Das fand ich total genail. Fast wir bei Muttern da Heim, wie man so schoen sagt. Dazu gab es ein leckeres Bierchen und ich hab mich fats wie in einer richtigen Familie gefuellt. Allerdings sollte dieser Abend auch unser letzter gemeinsamer Abend in diesem Hostel sein, denn jeder von uns ging am naechsten Tag seinen eigenen Weg. Mark fuhr in Richtung Auckland, ich bin auf die East As Tour mit Kiwi aufgebrochen, in Richtung Rotorua, zum East Cape, Napier und zurueck nach Taupo. Bodo, der Schotte, hatte sein Portemonai und sein Handy am Tag zuvor verloren und musste sich nun erstmal ein Konto einrichten, auf das seine Eltern Geld ueberweisen konnten und ueberhaupt hatte er grad bissl Aerger wegen der verlorengeangenen Sachen und so ist er fuer ein paar Tage bei einem Freund in Taupo untergekommen.

Nach dem leckeren Essen haben wir noch paar Runden Pool gespielt und Mark kam auf die Idee, Schnapps in das Bier zu kippen, damit er eine bessere Wirkung des Alkohols erzielt. Was wir bis dahin nicht wussten war, dass wir alle davon mittrinken sollten. Mark holte einen 1-Liter-Bier-Krug, der unter uns aufgeteilt wurde. Poah, das war wirklich der Hammerdrink...

Nach ein paar weiteren Bierchen und ein paar verlorener und gewonnener Runden Pool, sind wir mal in die Karaoke Bar eingekehrt. Nicht zum Singen, da hat sich von uns noch keiner getraut, vorallem weil in dieser Bar ein paar Gaeste waren, die wirklcih eine erstklassige Stimme hatten. Das hat uns alle schon etwas verschuechtert.

 

Der 20. Tag – 16.10.2006

Um 9.30 Uhr ging unsere Fahrt zur East As Tour mit Kiwi puenktlich vom Hostel los. Ich war etwas spaet dran und hatte grad noch meine Bettwaesche abgegeben, da kam auf einmal ein Schrank von Mann in das Hostel rein, der unserer Busfahrer sein sollte. Er begruesste mich mit ‘High Tower’. Den Namen hatte er zurecht verdient. Die Fahrt haben wir in einen kleinen Bus mit 12 Sitzen absolviert und haben noch all die anderen Backpacker aus Taupo eingeladen, die sich ebenfalls auf unsere Tour gemacht haben. Schmunseln musste ich , als wir in der Rainbow Lounge angekommen sind. Dort sass ein junger Mann mit seiner Gitarre am Zaun und uebte auf seiner Gitarre verschiedene Lieder. Er bekam ueberhaupt nicht mit, dass direkt vor seiner Nase ein Bus stoppte. Das war recht witzig anzuschauen. Vorallem, als er dann total ueberrascht nach oben schaute, unseren Bus sah und sich daran machte, sein ganzes Backpack auf zu laden. Weitere Teilnehmer der Tour waren: Jaap (Holland), Steve (USA), Maxi+Joanna (England), Jasmin (Deutschland), eine Japanerin, und drei weiteren jungen Menschen aus Walse.

Wie so oft, wenn ich von A nach B reise, war auch dieser Tag ziemlich verregnet. Auf Grund des schlechten Wetters haben wir auch nicht so viele Stopps gemacht, wie urspruenglich geplant war. Die Tour fuehrte uns ueber Rotorua nach Whakatane nach Te Kaha, wo wir bei einer einheimischen Familie uebernachteten. Wir wurden recht freundlich begruesst und wurden auch gleich zu Kaffee und selbst gebackenem Brot mit Butter und Marmelade eingeladen. Lecker! Dabei sollten wir uns alle mal vorstellen, damit die Famielmitglieder auch wussten, mit wem sie es diese Nacht zu tun hatten. Das galt auch gleich einen Kennenlernen der anderen Backpacker fuer uns, denn keiner kannte den anderen wirklich gut.

Der Rest des Nachmittages haben wir genutzt, am nahegelegenen Strand spazieren zu gehen und ein paar herrliche Muscheln zu sammeln. Hier gibt es solche Muscheln, die innen in allen moeglichen Farben leuchten. Wenn ich sie ueber die Grenze bekomme, bringe ich ein paar natuerlich mit nach Hause.

Am Abend gab es das bekannte Hangi mit Huehchenfleisch, Suesskartoffeln, Salat und ein paar Sossen. Ein Dessert gab es auch noch. Fuer den Rest des abends haben wir einige Lieder gesungen, die Steve auf seiner Gitarre gespielt hat. Spaeter stimmte dann auch Rob (England), ein anderer Backpacker unserer Tour ein und spielte ebenfalls ein paar Lieder. Der Familienvater ‘Chai’ stimmt noch einige selbstgedichtete Lieder an, die wir alle mitsingen mussten. Zwischendurch haben wir einen wunderschoenen Sonnenuntergang am Horizont sehen koennen. Es war jedoch super kalt draussen und so haben wir uns wieder rein in die gemuetlich warme Stube vergrochen und Karten gespielt. Einen Kartentrick hab ich von Maxi (England) gelernt. Mal sehen, ob ich den zu Hause noch hinbekomme.

 

Der 21. Tag – 17.10.2006

Diesen morgen starteten wir sehr gemuetlich, mal ohne Zeitdruck, der von Kiwi meist gemacht wurde. Ich erinnere an die kurzen Walkingtracks von einer viertel Stunde. So hatten wir genuegend Zeit zum Fruehstuecken und den Tag entspannt zu beginnen. Heute war auch das Wetter sehr viel besser als gestern. Zeit, also wieder paar schoene Fotos zu schiessen.

Unsere Fahrt sollte heute von Te Kaha zum East Cape, dem oestlichsten Punkt auf der karte von Neuseeland, gehen. Auf der Fahrt machten wir einen Stop in einem kleinen Fischerhafen fuer ne Rast. Entlang der Kueste hatten wir einen wundervollen Blick auf White Island, die in der Ferne lag und zu der zur Zeit aktivste Vulkan in ganz Neuseeland ist. Ein paar Rauchzeichen sind auch aufgestiegen, jedoch konnte ich den Klappstuhl nicht erkennen (aus dem Film ‘Schuh des Manitu’).

Zum East Cape ist es ein ganzes Stueck zu fahren und vorallem gibt es ringsherum nicht, gaaaar nichts. Nur Staub. Angekommen am East Cape, in einem einsam und verlassenen Landstueck, hat uns der Besitzer dieser Farm begruesst. Anfangs bin ich etwas erschrocken, weil der Mann, dessen Namen ich leider nicht mehr weiss, nur einen kompletten Arm hatte. Auf der anderen Seite hatte er in der Tat eine Protese mit einem Haken dran, so wie ihr es von Kaeptain Hokk kennt. Mit diesem Arm hat er aber auch alles einfwandfrei machen koennen. Er ist Quad gefahren und hat so die Pferde von der Range reingeholt, ist auf diesen geritten, ohnen runter zu fallen, so wie es mir wahrscheinlich gegangen waere, wenn ich nur einen Arm haette.

Nunja, da ich bisher in meinem Leben noch nicht auf grossen Pferden geritten bin. Das letzte mal, als ich geritten bin, war auf nem Ponny, als ich noch ein ‘Stoepsel’ war. So habe ich hier die Gelegenheit genutzt, ein Horseriding fuer 2 Stunden zu machen. Am Beginn des Horse riding hat jeder von uns einige Instruktionen bekommen, wie man richtig auf einem Pferd sitzt, wie man es links und rechts herum reiten laesst und wie man Gas gibt und auch wieder bremst. Das sollte in der Tat ein einmaliges Erlebnis werden.

Uns so bekam einer after dem anderen sein eigenes Pferd, zumindest fuer den Moment. Mein Pferd hiess Max. Einfach zu merken und ich war mit dem Pferd auch sehr zufrieden. Nach ein paar Metern des ersten Rittes haben wir die Farm verlassen und sind raus ins Gelaende. Zuerst ging es einen kleinen Huegel hoch und auf der anderen Seite wieder runter. Das ist schon ein anderes Gefuehl, als im Auto zu sitzen und einfach Gas zu geben. Immerhin hat das Pferd doch auch ein wenig sein eigenes Leben und macht gerade in der Anfangszeit nicht das, was ich wollte. Das hab ich spaeter jedoch noch ganz gut in den Griff bekommen. Und so sind wir am Beach entlang, ueber einen weites Wiesenstueck geritten, haben einen Fluss durchquert und sind zurueck durch die Berge des East Capes geritten. Auf einem Gipfel angekommen, haben wir die Pferde angebunden und haben die Aussicht ueber da ganze Tal vor unseren Augen gehabt. Von hier oben sah das Tal wesentlich schoener aus, als vom Erdboden, als wir mit dem Auto durch das Tal gefahren sind. Nur war es saukalt.

Der Rueckweg ging steil bergab und ich hatte so meine Muehe ueberhaupt auf dem Pferd sitzen zu bleiben, nicht das es micht unterwegs abkippt. Unterwegs hat max aus welchen Gruenden auch immer einen Tritt von einem anderen Pferd bekommen. Da ging die Post ab. Max war so erschrocken, dass er erstaml losgaloppiert ist, ohne auch nur im Geringsten daran zu denken, dass er einen recht unerfahrenen Schueler, naemlich mich, auf seinem Ruecken sitzen hat. Ich wusste auch erst nicht so recht wie mir geschiet. Auf einmal galoppiert das Pferd los! Nach einigen Versuchen habe ich mich wieder gefangen, bin in die ein ‘Pedale’ wieder eingestiegen, aus der ich herausgerutsch war und konnte Max bremsen. Zum Glueck, denn lange haette ich das bestimmt nicht mehr durchgehalten. Alles in allem war es jedoch ein einzigartiger Ausflug, den ich bestimmt nicht so schnell vergessen werde.

Abends haben wir wieder ein Hangi gegessen, diesmal aber aus der Aluminiumasiette. Nachher konnten wir Tischtennis in der grossen nebenstehenden Halle spielen, in der normalerweise auch die Schafe geschoren werden. Auch ein Pooltable war vorhanden. Auf diesem war jedoch der Stoff schon zu weit eingerissen, dass man haette einen Schal daraus machen koennen. Und es gab zwei achten, zwei zwoelfen und einige weitere doppelte Kugel. Nach einige Zeit haben wir ein verstaubtes Radio entdeckt, welches wir auch gleich ausprobieren mussten. Mit Musik un deiner Flasche Wein geht alles noch viel besser. Spaeter am abend haben wir ueber zwei Tischtennisplatten gespielt. Das war recht lustig, denn um es noch spannender zu gestalten, haben wir auch zwei Baelle dazu genommen. Zum bitteren Ende am abend, hat High Tower noch ein Lagerfeuer angezuendet. Natuerlich draussen, wo es bitter kalt war.

 

Der 22. Tag -  18.10.2006

Puhhhh.... Heute morgen sind wir schon um 5 Uhr aufgestanden. Ganz einfach aus dem Grund, dass wir als erste ueberhaupt in der Welt den Sonnenaufgang sehen wollten. Das East Cape ist der Ort, der von der Datumsgrenze her, am oestlichsten der Welt liegt. Ohne fruehstueckt sind wir auf den Berg hochgekletter, auf dem wir am Vortag schon die herrliche Aussicht geniessen konnten. Eine Weile mussten wir jedoch noch warten, bis sich die Sonner aus dem Ozean empor erhoben hat.

6.20 Uhr hat sich die Sonne gezeigt und es war ein traumhafter Anblick zu sehen, wie die ganze Umgebung drumherum so langsam von der Sonne geweckt wurde und in Sonnenlicht erstrahlte. Noch dazu das Meeresrauschen, was man bis auf den Berg hoch hoeren konnte. Und so langsam wurde es auch waermer. Nicht schlecht.

Total hungrig und immer noch muede sind wir den Berg wieder runter gegrabbelt und haben uns erstmal ein Fruehstueck gegoennt, bevor es auf die Nachbarfarm ging, um dort noch die unzaehligen Schweine zu fuettern. Ueberall hat es gegrunst um uns herum von kleinen und hauptsaechlich grossen Schweinen.

Die Meiste Zeit von dieser Fahrt hab ich so halb geschlafen. Auch auf dieser Fahrt hat High Tower einige Stops entlang dder Strecke eingelegt. Angekommen sind wir nach einer Weile in Gisborne, wo wir vier unserer Leute entlassen haben. Sie wollten hier in Gisborn fuer eine Weile bleiben und das Surfen lernen. So sind wir letztendlich nur noch zu sechst weiter nach Napier gefahren. Das war nicht schlecht, denn nun hatte ich einen ganze Sitzreihe fuer mich allein und konnte schlafen, schlafen,....

An den Moerer Hot Springs haben wir einen weiteren Stop eingelegt. Hier konnten wir fuer eine Stunde baden gehen. Man laeuft zuerst durch richtig herrlichen Urwald und in mitten des Urwaldes kommt warmes bis heisses Wasser aus der Erde, welches in zwei Pools eingelassen wurde. Der dritte Pool war mit eisig kaltem Wasser gefuellt. Der Rekord ueberhaupt, den ein Mensch in diesem Pool ausgehalten hat, war sechs Minuten mit den Schultern unter Wasser. Nur der Kopf hat dann noch rausgeguckt. Ich hab es auch mal probiert, doch keine Chance. Meine Rekord war nicht mehr als 10 Sekunden. Brrrrr............

Nach diesem Abstecher, war ich natuerlich noch geschaffter und hab in dem Minibus wieder schoen weiter schlafen koennen bis wir in Napier angekommen sind. Dort hat uns Doug, der Hostelbesitzer, herzlich begruesst und wir ahaben unsere Unterkunft bezogen. Danach gings in den Pack’n’Save zum Abendbrot kaufen. Da wir nun doch schon seit ein paar Tagen gemeinsam unterwegs waren und uns recht gut verstanden haben, haben wir uns entschlossen zusammen zu grillen. Dementsprechend haben wir auch eingekauft. Zwei Dinosauriersteacks fuer die beiden kraeftigen Maedels aus England, sechs Bratwuerst fuer mich und Japp und noch ein paar Putensteacks fuer Jasmin und die Japanerin. Dazu gabs Salat und Pommes und nen leckeren Schokokuchen zum Desert. Der abend war fuer uns alle nicht sehr lang, da wir ja schon um fuenf in der Frueh aufgestanden sind.

 

Der 23. Tag – 19.10.2006

Von Elke Jakobi hab ich schon in Deutschland erfahren, dass es sich auf jeden Fall lohnt, ein paar Tage in Napier zu verbringen und das hab ich auch gemacht. Morgens bin ich mit all den anderen aus meiner Reisegruppe aufgestanden, haben zusammen gefruehstueckt und dann hiess es wieder mal Abscheid nehmen. Ich hasse das.

An der Rezeption hab ich von Doug ein paar gute Tipps bekommen, was es sich lohnt in Napier anzuschauen. Er gab mir nen Stadtplan mit auf den Weg, und dann bin ich auch schon losgestiefelt. An dem Spa und den Springbrunnen vorbei, durch die Gaerten, die frueher von den Straeflingen angelegt wurden, hinauf zum Bluff Hill, wo man einen fantastische Aussicht ueber den Hafen und einen Teil der Stadt hat. Im Hafen lag gerade ein Luxusliner vor Anker, der sich ‘The World’ nennt, wie ich spaeter von Doug erfuhr. Auf diesem Liner gibt es nur Kabinen zu kaufen, aehnlich einer Eigentumswohnung. Die billigste Kabine bekommt man dort wohl ab 1,2 Millionen Dollar. Gigantisch. Wer hat schon das Geld, sich so eine Kabine zu leisten, in ihr um die ganze Welt zu reisen und was machen die im Rest des Jahres und mit der Kabine, wenn sie mal nicht auf See sein wollen??????????

acjdem ich mich sattgesehen und gegessen habe, bin ich hinunter in den Hafen gewandert, weiter entlang des Strandes, durch ein paar Seitenstrassen und dort hab ich wirklich sehr sehr sehr huebsche Haeuser entdeckt. Das koennte man doch glatt weg ins traeumen kommen. Schluchz...

Angekommen bin ich am Lighthouse von Napier und hab meine Wanderung weiter durch den Segelhafen fortgesetzt, wo auch einige Fischerboote vom Meer draussen zurueck kamen und ihr Beute vom heutige Tag abluden. Einige andere Fischer haben ihr Boot noch auf Fordermann gebracht. Weiter ging die Reise quer durch die Stadt, bergauf, bergab bis ich im Botanischen Garten der Stadt angekommen bin. Und das war ein Paradies, vorallem fuer Frauen, die Blumen meistens ueber alles lieben. Aber auch mir hat es dort sehr gut gefallen. Einen Teich mit einer kleinen Entenfamilie war angelegt, genauso wie ein paar grosse Kaefige fuer die verschiedensten Voegel. Ein Traum.

Den Abend hab ich mir mit einem Sandwich von Subway und dem Film ‘The Beach’ versuesst, den ich mit einigen Deutschen aus dem Hostel geschaut habe. In diesem Hostel hat es wirklich nur von Deutschen gewimmelt. Zeit zum Aufbrechen, wieder zurueck in die Natur.

 

Der 24. Tag – 20.10.2006

Aus dem Lonely Planet hab ich mir die Gegend im Urewera National Park herausgesucht, die ich als naechstes bereisen wollte. Nur wie komme ich dort hin. Wieder an der Rezeption des Hostels angekommen, hab ich Doug gefragt, was der billigste Autovermieter in der Stadt waere. Er hat mir einige Fragen gestellt, ob ich ueber 25 Jahre alt waere, ob ich nach Napier zurueck komme, ob ich einen Internationalen Fuehrerschein und eine Kreditkarte habe und wo ich hin will. Dann hat er kurz mit seiner Frau Julie gesprochen und kurzer Hand entschieden, mir seinen privaten Wagen zu geben. Da hab ich nicht schlecht gestaunt. Noch nie vorher bin ich einen Automtik-BMW gefahren, geschweige denn auf der linken Seite. Also haben wir zusammen erstaml einen Fahrstunde durch die Stadt eingelegt. Und gleich zum Anfang hat es mich auf die rechte Seite verschlagen. Woran das nur lag. Einen Anschiss hatte ich nun von Dour bekommen und ich musste mich echt konzentrieren. Nach einigen malen abbiegen hatte ich es dann recht schnell gerafft und es brauchte sicher nur einiger Fahrpraxis.

Ganz allein mit dem BMW unter dem Hintern und konsequent auf der linken Fahrbahn bin ich Richtung Norden in den Nationalpark durchgestartet. Waehrend der Fahrt hab ich das Gefuehl der voelligen Freiheit wirklich sehr genossen. Nur ist es eben schon etwas teuer, ein Auto auszuleihen, auch wenn der Sprit hier nur 1,43 NZ$ kostest, also umgerechnet ca 76 cent.

Am Lake Waikamaiano, oder so aehnlich, angekommen, hab ich meine Wanderboot angezogen und die Wanderung konnte starten. Bei absolutem Sonnenschein hab ich mir bei dem Anstieg des Berges echt einen rausgeschwitzt und hab nach ca 1,5 h einen absolute genailen Aussichtspunkt fuer mich entdeckt. Ich hab nun also auf einer Felsplattform platzgenommen, hab meine Beine einfach haengen lassen und hab erts spaeter mitbekommen, dass unter meinem Hintern nichts, aber auch gar nichts war. Die Felsplatte, auf der ich gesessen habe hing quasi in der Luft. Da kam mir fuer einen Moment ein komisches Gribbeln in den Bauch. Anyway. Dort hoch oben ueber dem Lake Wai.... konnte ich ein paar Segelboote beobachten, die da unten vor sich hingesegelt sind und sicher auch den sonnigen Tag genossen haben, so wie ich.

Nach einer einstuendigen Pause bin ich noch etwas weiter Bergauf gegraxxelt, um die andere Seite des Lakes zu sehen. Sechs Stunden hat diese Wanderung insgesamt gedauert, als ich wieder am Auto angekommen war, um mich auf den Weg auf die andere Seite des Lakes zu machen. Auf der Fahrt entlang der Schotterpiste, die zum nahegelegenenen Hafen das Lakes fuehrte, hab ich nach kurzer Zeit ein Deutschen Backpacker aufgegabelt, Fabian war sein Name. Er hatte am Morgen einen Transporter mit drei weiteren Backpackern gemietet, der jedoch auf der Fahrt kaputt gegangen ist. Und so hat sich jeder einzeln auf den Weg zu dem Lake gemacht. Alle vier wollten en Lake in drei bis vier Tagen zu Fuss umrunden. Auch diese Wasnderung gehoert zu den Great Walks in Neuseeland.

Im Hafen haben wir kurz gestoppt. Vielleicht sollten wir hier seine Freunde treffen, die nun auch schon angekommen sein muessten. Keine Spur von Ihnen. Und da es dort unten im Hafen nicht wirklich so gemuetlich war, weil viele Leute ihr Lager bezogen hatten und wir fuers Zelten auch bezahlen sollten, haben wir uns kurzer Hand entschlossen, dass Stueck wieder zurueck zu fahren, wo wir gestartet waren. Dort haben wir uns auf einer kleinen Halbinsel ein Fleck rausgesucht, der wirklich total abgelegen und ruhig war. Ich entschied mich nun auch, mein Zelt auszupacken. Urspruenglich wollte ich die Nacht im Auto verbringen. Doch ich glaube das war die bessere Entscheidung zu Zelten. Wir haben nun also unsere Zelte aufegbaut, das Auto im Busch abgeparkt und noch ein kleines Abendbrot eingeworfen, bevor wir noche eine Weile geplaudert haben und ich dann in mein Zelt gegrochen bin.

Der 25. Tag – 21.10.2006

Diese Nacht war wirklich etwas frisch, auch im Schlafsack. Wir haben zusammen gefruehstueckt und dann haben wir auch gleich unsere Zelte abgebaut, bevor wir wieder auf die andere Seite des Lakes durchgestartet sind. Wieder auf der Schotterpiste, bin ich wirklich ziemlich langsam gefahren, denn das Auto war ja nicht meins, die Starsse war sehr eng und fuer mich war es vielleicht immer nich schwierig schnell auf dei linke Seite rueber zu fahren, wenn ein Auto um die Ecke geschossen kommt.

Eigentlich wollte ich am anderen des Lakes auch noch ein Stueck des Great Walkes mit machen, doch dafuer war es schon etwas spaet, denn auf dem Rueckweg nach Napier wollte ich an zwei anderen Stellen noch eine Wanderung machen. So hab ich Fabian dort abgesetzt und hab mich auf den Weg zurueck nach Napier gemacht. Die Zwei Walks habe ich auf der Strecke natuerlich noch mit genommen. Einmal war das eine zweistuendige Wanderung zu den Tongoio Falls und der andere Walk ging durch den White Pine Bush. Beides Strecken sind sehr schoen zu wandern und fuehren durch den Urwald.

Auf dem weiteren Rueckweg hab ich mich entschlossen gleich weiter zum Cape Kidneppers zu fahren. Das Cape ist nicht weit von Napier entfernt. Lass es 16 Kilometer sein. In Clifton, der letzte Ort vor dem Cape geht es nicht weiter. Dort habe ich auf einem Motorcamp im Auto uebernachtet. Zuvor hab ich allerding nach am Strand einen leckeren Sandwich son Subway verspeisst, den ich vorher in Napier gekauft hatte und dazu hab ich ein Oroginal neuseelaendisches Flaschenbier getrunken, welches ich von Fabian als kleines Dankeschoen bekommen habe, fuer den kurzen Transport.

Der 26. Tag – 22.10.2006

Brrrrr.... diese Nacht war wirklich schrecklich fuer mich, das Auto war viel zu klein und extrem unbequem. Meine Beine konnte ich nur sehr muehsam ausstrecken und irgendwie war ich schon froh, das der Tag beginnt und ich raus aus dem Auto konnte.

Frisch gestaerkt von dem Fruehstueck, konnte ich mich nun am Strand entlang auf den Weg zum Cape Kidnappers machen, auf dem Weg die Gannet Colony zu besuchen war. Gannet heisst uebersetzt ‘Toelpel’ und das sind moevenartige Voegel, die jedoch eine Fluegelspannweite von bis zu 1,30 m erreichen koennen. Bei dieser Wanderung musss man wirklich darauf achten, dass man die Gezeiten beachtet, sonst kann es in der Tat passieren, dass man nicht mehr zurueck kommt, weil das Wasser in der Zwischenzeit so hoch gestiegen ist. Noch aus dem Hostel hab ich von Doug erfahren, das der niedrigste Stand des Meeres um 12.30 Uhr ist und dass ich am besten so um 9.30 Uhr aufbreche und um 14.30 Uhr wieder zurueck sein muss.

Ueber feinen Sandstrand und auch ein paar Felsen bin ich an der Kueste entlang gelaufen. An mir kamen immer wieder andere Besucher vorbei, die entweder auf dem Pferd geritten sind, mit dem Motorrad, dem Quad oder auf nem Kleintransporter an mir vorbei geduest. Nicht zuletzt kamen drei Traktoren mit je ca 40 Personen drauf an der Kueste entlang gefahren. Ein Stueck vor dem Cape Kidnappers kommt man am Black Reef vorbei. Keine Ahnung warum das so heisst. Jedenfalls habe ich dort als erstes ein paar hundert Gannets sehen koennen. Die haben wirklich ueberall gehockt und ihr Nest gebaut. Auf Felsen, die aus dem Meer heraus geragt haben oder auf Felsvorspruengen oder direkt in der Felswand haben die Toelpelvoegel gesessen. Das war die sogenannten Black Reef Colony. Vielleicht einen oder einen halben Kilometer weiter kommt man dann direkt an das Cape, wo man allerdings den Weg vom Strand verlaesst und ca 20 min einen ausgeschilderten Felsweg hochklettert, wo man auch nur zu Fuss hoch gehen darf, um die Voegel nicht zu stoeren. Oben auf der Spitze des Cape's angekommen, konnte ich ein richtiges Meer von diesen Gannets sehen. Die Maennlichen Voegel sind immer umher geflogen, haben Baumaterial fuer das Nest zusammengesucht und versucht ihre Frau wieder zu finden, die derzeit auf dem Nest gesessen hat und bemueht war, ihr angefangenes Nest vor anderen Voegeln zu verteidigen. Das ist wirklich sehr interessant, einfach nur zuzuschauen und hautnah mit dabei zu sein. Ein Riesenspektakel. Auch auf der Spitze des Capes waren nun die ersten Transporter zu sehen, die Besucher aus allen Himmelsrichtungen heran gekarrt haben. Dazu kamen nahc relativ kurzer Zeit die Touristen von den Traktoren, die nun auch das Cape erreicht hatten. Nach ein paar Fotos zu schiessen und einem Fruehstueck von mitgebrachten Schnitten, war es dann fuer mich, an der Zeit wieder aufzubrechen und den Rueckweg anzutreten. Mir hat es dann auch nicht mehr dort oben auf dem Cape gefallen, weil eben zu viele Touristen herumgehirrscht sind. Alles andere, den Voegeln bei ihrere Arbeit zu zu schauen, fand ich wirklich sehr interessant und kann auch jedem weiter empfehlen, mal diese Gannet Colony zu besuchen, wenn es euch mal nach Neuseeland verschlaegt.

Der Rueckweg am Strand entlang kam mir persoenlich nicht so lang vor wie auf em Hinweg. Nur hat es jetzt angefangen zu regnen, was mir nicht so gut gefallen hat. Auch heir an diesem Strand gab es die Gelegenheit fuer mich, ein paar Muscheln fuer zu Hause zu sammeln. Im Auto angekommen, hab ich mich erstmal der nassen Klamotten entledigt. Danach hab ich mich auch schon wieder auf den Weg zurueck nach Napier gemacht, denn ich wollte heute unbedingt noch ins Hawkey's Museum. Weil das aber schon um 17 Uhr schliesst, hatte ich nun noch drei Stunden fuer das Museum Zeit. Drei Stunden war aus Erfahrung heraus so die Zeit, die ich mindestens in den Museen vorher zugebracht habe. Von dem Hawkey's Museum war ich jedoch ziemlich enttaeuscht. Das einzige, was ich dort drinnen fuer interessant empfunden habe, war die Reportage ueber das damalige Erdbeben, was ueber Napier und Hastings geherrscht hat und beide Staedte in Schutt und Asche gelegt hat. Ich hatte echt gedacht, dass ich hier etwas mehr ueber das Stadtgeschichte, das Erdbeben und den Wiederaufbau erfahre. Auf der anderen Seite waren in dem Museum noch Geschichten ueber Dinosaurier, die Maorikultur, altes Geschirr und Handtaschen ausgestellt. Wie gesagt, dieser Besuch im Museum hat nicht meinen Vorstellungen entsprochen. Das naechste Museum was sich mit Sicherheit lohnen soll anzuschauen ist das Te Papa in Wellington. Jedenfalls war ich nach einer Stunde schon wieder aus dem Museum raus, hab mich um das Auto gekuemmert, dass wieder genuegend Sprit drin ist und hab es noch mal kurz durchgefaegt, denn von der Fahrt auf der Schotterpiste am Lake Waik... hatte das Auto ganz schoen viel Staub geschluckt und auch meine Sachen sahen dementsprechend mistig aus.

Danach bin ich ins Hostel 'Archie's Bunker' zurueck gefahren, um das Auto wieder abzugeben und vielleicht noch eine Unterkunft in diesem Hostel zu bekommen, was an diesem Wochenende wie ein Sechser im Lotto sein sollte. In der ganzen Hawkey's Bay haben die Staedte verschiedene Feste gefeiert und unter anderem ausfindig gemacht, wer der beste Schafschaerer, Traktorfahrer und so weiter ist. Ein Fest rund um die Landwirtschaft. Dazu kam noch, dass am Montag Labour Day war und somit alle Einwohner ein langes Wochenende hatten und dieses auch zum herumreisen nutzen. Natuerlich wollten an diesem Wochenende alle nach Napir und Hastings, die zwei groessten Staedte in der Hawkey's Bay. Doug hat nun sein Auto mit strahlenden Augen entgegengenommen und sich gefreut, dass ich keine Delle reingefahren hab. Gleichzeitig hat sich sein Blick mir gegenueber getruebt, als er mir sagen musste, dass sein Hostel bis auf das letzte Bett ausgebucht sei und dass es in ganz Napier kein freies Bett mehr gibt. Nach ein paar Sekunden ueberlegen hat er mich dennoch erstmal ins Hostel reingebeten und gesagt, dass er mit Julie, seiner Frau, sprechen muesste. Dann fanden sie doch noch eine Loesung. Diese Nacht durfte ich auf einer Liege in der Waschkueche verbringen. Nicht gerade die sauberste Loesung aber immerhin war mir diese Loesung lieber als noch eine Nacht im Auto zu schlafen und auf dem Campingplatz war es definiftiv zu kalt und vorallem zu nass. So haben wir meine Schlafgelegenheit zusammen aufgebaut.

In der Kueche des Hostels bin ich auf ein schottisches Paearchen gestossen, die mich vorher auf er East As Tour begleitet haben und in Gisborn fuer drei Tage geblieben sind, um dort Surfen zu lernen. So haben wir eine Weile in der Kueche geplaudert und uns anschliessend vor den Fernseher gesetzt. Das war nahezu mein erste Aufenthalt vor dem Fernseher, seit dem ich ueberhaupt in Neuseeland bin. Zum Schlafen hab ich es mir dann jedenfalls in 'meiner' Waschkueche gemuetlich gemacht.

Der 27. Tag - 23.10.2006

Auf der Fahrt von Napier back to Taupo, wo unsere Reise gestartet war, haben wir um zehn Uhr einen Abstecher in eine Winzerei gemacht. Dort gab es erstmal am Anfang der Tour sieben verschiedene Weine zu verkosten und anschliessend haben wir einen Rundgang durch die Winzerei gemacht und auch durch den Weinkeller, wo die grossen leckeren Weine standen. Ehrlich gesagt, hat mir nur der Eiswein von allen angebotenenen Weinen geschmeckt, die anderen haben meinen Geschmack nicht ganz so getroffen.

Anschliessend sind wir wieder nach Napier in die Stadt zurueckgefahren, um dort unser Lunch zu geniessen und noch etwas durch die Stadt zu stromern. Danach ging die fahrt weiter durch den Regen nach Taupo zurueck. In dem Hostel angekommen, hab ich mich schon wie verrueckt auf ein gemuetliches Bett gefreut. In meinem Zimmer hab ich wieder bekannte Leute getroffen, die mit mir zusammen von Auckland ueber die Coromandel-Insel, runter nach Rotorua gefahren sind. In Rotorua haben sie mich dann verlassen, weil ich in dieser Stadt ein paar Tage laenger geblieben bin. Das ist das andere Schoene, wenn man eine Reise mit einer Busgesellschaft unternimmt, man trifft an der unterschiedlichsten Stellen wieder auf vertraute Menschen und kann sich mit denen gleich wieder austauschen, was sie so in der vergangenen Zeit erlebt haben. Der eine Irre war in der Zwischenzeit schon auf der Suedinsel gewesen und hat mir auch gleich von seinem Bungy Jump in Queentstown berichtet und mir auch ein Video von seinem Sprung gezeigt. Echt gigantisch. In Queentstown kannst du aus einer Hoehe von 140 Metern in das Tal hinabspringen. Wirklich mega verrueckt. Nun hatte ich vorher bereits mit welchen gesprochen, die den Bungy Jump in Taupo gemacht haben. Und das waren hier schon knapp 50 Meter, wo sie sich ganz schoen ueberwinden mussten, runter zu springen. Als ich das Video von dem Iren gesehen habe, dachte ich schon, dass das Seil gar kein Ende nimmt! Aber ihm hats sehr viel Spass gemacht. er ist sogar noch von der Plattform richtig abgesprungen und hat sich nicht nur fallen lassen. Ein verrueckter Typ. Mal sehen, ob ich mich dazu ueberwinden kann, auch diesen Bungy Jump zu machen, nachdem ich dieses Video gesehen habe.

Der 28. + 29. Tag - 24./25.10.2006

Ruhetag in Taupo. Muss auch mal sein, nach so vielen schoenen Erlebnissen.

October 11

Weiter geht die Reise auf der Nordinsel

Wie ich vielleicht schon berichtet habe, hab ich eine Tour bei Kiwi Experience gebucht, die mich ueber die gesamte Nord- und Suedinsel fuehren soll. Kiwi Experience soll ja zwar mehr der Partybus sein, doch ich habe bisher noch keinerlei negativer Erfahrungen in dieser Hinscht gemacht, dass in diesen Bussen bis zum Umfallen gefeiert wird. Nun moechte ich euch wieder einen kurzenEindruck vermitteln, was ich in der vergangenen Woche erlebt habe. Weiter geht es also mit...
 
Der 6. Tag - 02.10.2006
 
Heute wurde ich von Kiwi direkt am Hostel in Auckland abgeholt und die Fahrt ging erstmal ins Office von Kiwi, um letzte Formalitaeten zu klaeren. Wir hatten auch noch etwas Zeit fuer uns, um nen Kaffee zu trinken, pippi zu machen oder sonst was. Ich entschied mich spontan dazu, eine SIM Karte von Vodafone zu kaufen. Ich ging also in den nahegelegenen Shop, kaufte die Karte und hoerte mir die Instrultionen ueber den Gebrauch der Karte von dem Verkaeufer an. Meine Aufmerksamkeit war jedoch nur solange auf seine Worte gelegt, bis ich ein Brummen von der Strasse aus vernahm, welches dem Starten einen Busmotors stark aehnelte. Also ich bemerkte, dass der Kiwi-Bus bereits ohne mich losfahren wollte, bin ich rausgeeilt und hab den Bus nur noch von hinten gesehen. Da dachte ich wirklich, das wird eine echt tolle Reise werden, wenn die mich gleich in Auckland vergessen. Wohl bemerkt, dass all meine Sachen ja schon im Buss verstaut waren. Mir blieb nun nichts anderes uebrig, als ins Office zu eilen und den Bus irgendwie zurueck holen zu lassen. Das hat nachdem sich die Frau im Office halb kaputt gelacht hat, auch ziemlich problemlos geklappt, den der Busfahrer auch noch etwas anderes vergessen ausser mich.
 
Los ging die Fahrt also nun mit mir an Bord ueber den Mt Eden, ein nicht mehr aktiver und eher kleinerer Vulkan mitten in Auckland. Den Ausblick von dort oben kannte ich ja nun bereits schon, weil ich vor einigen Tagen selbst doch hochgewandert bin. Es konnte auch keiner ahnen, dass der Bus nochmal dort hoch faehrt. Aber egal. Die weitere Fahrt ging quer durch die Stadt und ab auf die Autobahn in Richtung Coromandel-Halbinsel. Diese Fahrt war nicht wirklich besonders und sehenswert, weil es naemlich die ganze Zeit ueber gegossen hat, wie aus zig Giesskannen zur gleichen Zeit. Auch das gehoert zum Reisen dazu, dass ab und an mal etwas Wasser vom Himmel faellt. Bei schoenem Wetter kann schliesslich auch jeder reisen. Einen kurzen Zwischenstop haben wir an der Mercurz Bay eingelegt, die aber leider auch voll im Nebel stand und uns den Aufenthalt nicht gerade versuesst hat. Einen weiteren Stop legten wir an der Bucht ein, wo man bei herrlichem Wetter zum Cathedral Cove und zum Hot Water Beach wandern kann. Das zwei Attraktione, die man unbedingt besuchen sollte, wenn man schon mal hier ist - ca. 18'000 km far from home. Das Cathedral Cove ist eine Art riesiges Loch in einem Felsen, durch welches man hindurch spazieren kann und einen grossen Torbogen aehnelt. Wer sich bissl mit Neuseeland beschaeftigt oder beschaeftigt hat, der kennt diese Bild mit Sicherheit. Leider kann ich euch keine Foto davon zeigen, weil ich naehmlich keine eigenes gemacht habe. Der Hot Water Beach ist ein Strand, an dem man auch bei schoenen Wetter (das wird von den meisten bevorzugt) ein Loch in den Sand buddeln kann. Diese Loch bzw. dieser Pool fuellt sich dann von selbst mit warmen bis heissem Wasser, welches aus der Erde komt. In diesem Pool kann man dann baden, so lange wie man will oder es vor Hitze aushaellt. Uns ist dieser Spass leider entgangen. Nicht so schlimm, denn es gibt auch noch andere Sehenswuerdiglkeiten in NZ, die es gilt zu entdecken.
 
Weiter ging die Fahrt zu unserer Uebernachtung in einem Ort, der sich Whitiangi nannt. Dort angekommen, haben wir unsere Sachen ins Hostel 'Turtle Cove' gebracht, in dem wir fuer eine Nacht uebernachten sollten. Dieses Hostel kann ich mit ruhigen Gewissen weiterempfehlen, denn es ist total neu, sauber und man hat zusaetlich eine Billardplatte, Dartspiel umsonst mit dabei. Die Duschen waren auch vom allerfeinsten. Abends haben die Besitzer des Hostels Spaghetti Bolognese fuer alle gemacht. Irgendwie war das nicht ganz mein Tag heute, denn direkt vor meiner Nase sind die Spaghettis ausgegangen und es mussten erst neue Nudeln gekocht werden. In der Zwischenzeit habe ich als Entschaedigung ein leckerfetziges Bier auf Kosten des Hauses bekommen. Das diesem Festschmaus ging es darum, den besten Billiardspieler aus unserer Gruppe ausfindig zu machen. Peter, ein Englaender, der ausgezeichnet deutsch gesprochen hat, Christian aus der Schweiz und zwei ander Kollegen, waren die Mitspieler. Peter spielt schon seit mindestens sechs Jahren Snooker in England und gegen ihn hab ich nicht ein einziges mal gewonnen. Er hatte wohl einfach mehr Erfahrungen in diesem Spiel als ich. Irgendwann abends halb zwoelf hatte ich keine Lust mehr auf diesen Spiel. Stattdessen hab ich mich mit einer Japanerin unterhalten - auf 'gebrochen' deutsch und hab mit ihr ne runde Dart gespielt. Die Japaner sind irgendwie immer gut drauf, hab ich festgestellt. Sie selbst war die ganze Zeit nur am Lachen. Wer weiss warum.
 
Der 7. Tag - 03.10.2006
 
An diesem Tag sollte die Reise von Coromandel runter nach Rotorua gehen. Auch auf diesem Stueck hat es die ganze Zeit ueber geregnet. So ein Mist, ich dachte hier scheint das ganze Jahr ueber die Sonne. Falsch gedacht. Auch auf dieser Fahrt haben wir wieder ein paar Zwischenstops gemacht. Das ist eben das schoene bei Kiwi, Stray oder auch bei Magicbus -  alle Busunternehmen halten auf der Fahrt an verschiedenen Stellen an, wo man fuer nen kurzen Spaziergang aus dem Bus springen kann und sich die Gegend ein wenig naeher anschaut. Zu bemaengeln hab ich da nur, dass die Zeit fuer diese Stops meist viel zu kurz ist. Einen Stop haben wir im Karangahake Reserve gemacht. Das ist eine alte Goldmine, mit mehreren Tunnels auf der Strecke und auch zwei Haengebruecken waren auf dem Spaziergang inbegriffen. Die meiste Zeit sind wir auf einem ausgedienten Gleisbett anlang gewandert und wieder ueber eine Haengebruecke zurueck zum Bus.
 
Weiter ging die Fahrt in Richtung Rotorua. Diese Fahrt sollte jedoch nicht all zu lange dauern, denn unser 20 Jahre alte Busse wollte uns nicht mehr weiter befoerdern. Ich kenne mich nicht besonders aus in der Kfz-Technik, aber irgendwie hat dieser Bus wohl zwei Getriebe. Eines fuer geringe Steigungen und hohen Geschwindigkeiten und das andere fuer groessere Steigungen und geringe Geschwindigkeiten. Und genau eines dieser Getriebe hatte den Geist aufgegeben, so dass wir nach ein einstuendigen Notstop nur noch mit 60 km/h weiter fahren konnten. Aber immerhin sind wir abend in Rotorua angekommen. Den Bus haben wir allerdings nie wieder gesehen - der ist jetzt im Himmel. Vielleicht haben sie den Bus aber auch nach Afrika verkauft und er faehrt jetzt dort unten rum, genau wie mein Toyota.
 
Die Unterkunft fuer heute und die naechsten Naechte, zumindest fuer mich, denn ich wollte hier in Rotorua etwas laenger bleiben, hiess Hot Rocks und war nicht im geringsten mit 'Turtle Cove' zu vergleichen. Die Zimmerausstattung war nur auf das Minimalste beschraenkt und die Betten waren urig weich.Als Gegenleistung hatte dieses Hostel jedoch einen richtig schoenen warmen Pool im Garten. Das konnte Turtle Cove nicht bieten. Und so siehlten wir uns gleich im Pool rum, denn was will man sonst bei einem solchen Regentag machen, wie heute. Nachdem wir uns nach zwei Stunden baden fast aufgeloest haben, ging es abend in ein Maori-Village. Dort wurde uns der Begruessungstanz der Maoris gezeigt, genauso haben uns die dort ansaessigen Maoris einen kleinen Einblick in ihre Kultur gegeben. Sie haben einfach in einem nachgebildeten Dorf an verschiedenen Stationen gezeigt, wie sie die typischen Holzschnitzereien herstellen, die ihre Haeuser ziehren und ueberall zu sehen sind. Danach ging es mit ca 120 Mann (also drei Busse) in ein Maori-Versammlungshaus. Dort wurden uns verschiedene Taenze gezeigt. Unter anderem war auch der Haki - der Kriegstanz der Maori - mit dabei. Und sie haben ein kleines Konzert dargeboten. Immer wieder zwischendrin, haben sie typische Grimmassen gezogen, die frueher die Kriger abschrecken sollten. Das sah ganz witzig aus. Und die Musik, die sie gespielt haben, die gefaellt mit irgendwie sehr. So herrlich entspannend war das ganze. Auch eine huebsche Maorin war mit dabei. Alle anderen Maorifrauen, waren eher dick. Nicht egrade etwas zum Hinschauen. Anschliessend haben wir das Haus gewechselt und sind Speisen gegangen. Hier wurden wir an grosse Tafel begleitet, an den wir freie Platzwahl hatten und uns von den ausgieb8igen Buffet raussuchen konnten, was swir wollten. Ich sage euch, das war ein grosser Fehler, so viel auf einmal zu essen. Ich fuehlte mich auf einmal, wie ein richtiger Sumoringer - so fett und unbeweglich. Aber das Hangi war echt gut. Hangi wird die Speise der Maori genannt, wenn die das Essen in einem Topf geben und dann in der warmen Erde verbuddeln und einfach eine ganze Weile garen lassen. Nur bin ich mir nicht ganz sicher, ob das Essen wirklich fuer so viele Personen in einem Loch gegart wurde, weil es einfach mal ein riessiger Krater haette sein muessen.
 
Nachdem uns der Bus schon um elf Uhr abend zurueck zur Unterkunft gebracht hatte, blieb uns ja nichts anderes uebrig als in die gegenueberliegende Lava Bar zu gehen und noch ein paar Bierchen zu trinken. Wer geht hier schon um elf ins Bett. Schlafen kann ich auch noch zu Hause. In dieser bar hab ich auch gleich ein irisches Paearchen wiedergetroffen, die ich schon in Pahia kennengelernt habe. Das war ganz witzig, denn wir haben uns echt gut unterhalten, auf englisch natuerlich.
 
Der 8. Tag - 04.10.2006
 
Diesen Tag hab ich mal etwas ruhiger angehen lassen. Irgendiwe hatten mich die leichten Kopfschmerzen vom letzten nicht viel anderes machen lassen, als etwas laenger zu schlafen. Die anderen Mitglieder des Kiwi-Busses haben und in der Frueh verlassen und sind weiter Richtung Sueden gefahren. Uebriggeblieben ist nur noch Peter, der Englaender. Mit ihm bin ich nach dem Mittag nach 'Wai-o-Tapu' gefahren . Das ist ein geothermales Areal, in dem verschiedene Seen in den unterschiedlichsten Farben leuchten. Das kommt davon, dass auf der Linie von Taupo - Rotorua - White Island die Erdkrusten aneinander reiben und die Schichten recht duenn sind. An sehr vielen Stellen in der Gegend um Rotorua steigen dann Fluessigkeiten aus dem Erdinneren, die mit verschiedenen Chemikalien z.B. versetzt sind. Das richt man auch in der ganzen Umgebung, denn da riecht es extrem nach Eiern. Das kommt von dem hohen Schwefelgehalt in der Luft. Diese Seen, die wir gesehen haben, haben blau, gruen, rot, geld, orange geleuchtet und auch ein paar Mud Pool waren mit dabei, aus den entweder Schlamm herausspritzt oder dieser an der Oberflaeche erhitzt wird. Das ist echt schoen zum Anschauen, doch auch viel zu heiss zum darin baden. Glaubt mir.
 
Als wir auf dem Rueckweg von Wai-o-Tapu wieder nach Rotorua waren, hab ich ne SMS von Manuela bekommen, die ich ja ein paar Tage vorher in Auckland kennengelernt habe. Sie verbringt ihre letzten Tage in Neuseeland, bevor sie nach Hause nach Oesterreich startet. Und so hat sie noch eine kleine Rundreise ueber die Insel mit ihrem Mietwagen gemacht und kam an diesem Tag nach Rotorua, um sich auch in dieser Gegend noch ein mal umzuschauen. Und weil ich mich mit ihr so gut verstanden habe, wraen wir abends noch zusammen nen Kaffee trinken und haben unser Gespraech von Auckland einfach vorgesetzt. Es ist jedoch nicht so einfach, abend und zehn noch ein ordentliches Kaffee zu finden welches nicht gleich in den naechsten zehn Minuten schliesst. Wir hatten nach langem Suchen dann doch noch Glueck und sind in einen Irish Pub eingekehrt, der geoeffnet hatte und zumindest einen warmen Tee im Angebot hatte, denn an diesem abend war es in der Tag schweinekalt *bibber*
 
Der 9. Tag - 05.10.2006
 
Heute morgen hab ich den Tag wieder mal etwas ruhig angehen lassen, denn ich bin ja hier im Urlaub und nicht auf der Flucht. Und so hab ich mir Manuela zusammen ein nettes Cafe am Lake Rotorua aufgesucht, der ja nur fuenft Minuten zu Fuss vom Hostel entfernt liegt. Hier haben wir ein ausgiebiges Freuhstueck genossen und unsere interessante Unterhlatung vom vorherigen abdens fortgefuehrt, bevor Manu weiter nach Taupo mit ihrem Auto geduest ist. Es ist eine sehr schoene Erfahrung, wenn man so weit weg von zu Hause ist und dennoch Menschen trifft mit denen Mann seine Erlebnisse teilen kann.
 
Nach dem Fruehstueck, also so um 12 Uhr mittags (fuer Studenten genau die richtige Zeit), hab ich mich auf die Reise nach Hobbiton nach Mittelerde zum Movieset von `Lord of the Rings` gemacht. Der Driver vom Shuttle hiess Danny und war vielleicht 63 Jahre alt. Da ich der einzigste war, der die Fahrt von Rotorua nach hobbiton gebucht hatte, hatten wir genuegend Zeit zum plaudern. Ich muss sagen es hat ganz gut mit dem Englisch geklappt. Danny hat mir zahlreiche Tipps gegeben, was man in der Umgebung von Rotorua alles machen kann. Nach diesem Gespraech hatte ich ein verstaerktes Gefuehl, dass die vier Monate vielleicht doch zu kurz sein koennten, um einen tiefen Einblick in das Land zu bekommen und alles sehenswerte anzuschauen. Egal, irendwie werde ich die Zeit hier sehr sinnvoll zu nutzen versuchen. Danny hat mich also zur Farm der Alexanders gefahren, auf der der Film gedreht wurde. Die Farm ist ungelogen ein so herrliches Stueck Erde auf diesem Planet. Mit ihren 500 Hektar ist diese Farm zwar nicht all zu gross, aber einigartig schoen. Auf dieser Farm leben derzeit vielleicht 6'000 Schafe und alle haben noch kleine Laemmer dazu. Das ist ein herrlicher Anblick wieder tappzig die kleinen Laemmer ueber den Weg hoppeln, wenn dort der Tourbus durchfaehrt. Am Dorf der kleinen Hobbits angekommen, hat und ein 85jaehriger Guide durch das Dorf gefuehrt und uns eine verrueckte Sachen berichtet, die waehrend der Dreharbeiten auf dem Gelaende durchgefuehrt wurden. Er Zeigte uns, wo der Marktplatz war, welche Baeume echt oder unecht waren. So haben die Filmemacher z.B. einen grossen Baum fuer glaube 12'000 NZ$ nachmalen lassen und an diesen kuenstliche Blaetter geklebt, damit diese auch schoen im Wind flattern koennen. Auch erzaehlte er uns z.B. zwei Camp einrichtet wurden, die weit hinter den Huegeln des eigentlichen Dorfes lagen, damit ja kein einziger Mensch Fotos vom Movieset machen konnte. Und so kam es, dass jeden Tag ueber 400 Personen ueber das Gelaende transportiert wurde. Darunter waren Schauspieler und auch Kameramaenner etc. Dinzu kommt, dass amerikanische Militaries das Gelaende bewachten und sogar den Luftraum fuer Uberfluege sperrten, damit keinerlei Moeglichkeit bestand Bilder von dieser Kulisse zu machen. Gigantisch.
 
Auf der Rueckfahrt nach Rotorua hat mit Danny noch vom Red Forest ganz in der Naehe von Rotorua berichtet. Das ist ein Wald mit riesengrossen Baeumen, die ungefaehr einen Durchmesser von 2 - 2,5 haben und wenn man diese Bauem faellt, sieht man das rote Holz aus dem sie gewachsen sind. Ein schoener Spaziergang in diesem Wald bei untergehender Sonne rundete den Tag dann ab. Was mir nun noch bevorstand war der Heimweg ins Hostel. Der war dann doch etwas laenger als ich gedacht habe. Das erste mal hatte ich nun an meine Taschenlampe gedacht, die gut verstaut im Backpack im Hostel auf mich wartete. In der Nacht und dem Mondgestein ueberall um mich herum und dann der Eiergeruch in der Nase war mires manchmal nicht ganz egal so im Dunkeln rumzustolpern. Ich dachte schon, dass es in dieser Gegend ueberhaupt gar kein Leben mehr gebeb kann, weil alles heiss aus der Erde blubbert und unglaublich stinkt. In dieser Hinsicht koennt ihr froh sein, dass es noch keine Digicam mit Geruchssensoren gibt.
 
Der 10. Tag - 06.10.2006
 
Heute hab ich mit Lucas durch den Red Forest gewandert. Lucas ist ein 22jaehriger Deutscher, der schon zwei Jahre durch die Gegend reist. Allerdings wird er von seinen Eltern noch ganz schoen unterstuetzt. Schoen fuer solche jungen Menschen, wenn sie so reiche Eltern haben und das Reisen in vollen Zuegen genissen koennen. Wer moechte das nicht auch gern machen wollen, einfach Reisen ohne auf das Geld achten zu muessen. Wir haben uns also auf eine 34km lange Wanderung gemacht, die wir jedoch von Anfang an nur bis zur Haelfte machen wollten, naemlich genau bis zum Blue Lake. Durch den Wald gings manchmal steil bergauf und auf der anderen Seite noch steiler drueberrunter. Zwischendurch haben wir die Aussicht von der Spitze des Berges auf den vor uns liegenden Lake Rotorua genossen und auch mal eine Lunchpauese eingelegt. Am Blue Lake angekommen, war unsere Verpflegung leider schon aufgebraucht und wir sind wieder nach Rotorua umgekehrt. Es macht wenig Sinn mit einem Loch im Magen vor Hunger noch weiter zu Wandern. Auf dem Weg ist uns die Idee gekommen einfach zu stoppen. Und so haben wir nach nur drei vorbeifahrenden Auto eine nette Frau gefunden, die uns in ihr Car eingesackt hat und uns mit nach Rotorua genommen. Das hat unsere Heimfahrt und ungefaehr drei Stunden verkuerzt. So blieb uns genuegend Zeit zum Essen und noch mal in die Stadt zu Wandern. Unser Ziel war der Skyline Skydrive. Stellt euch wie kleine GoCard vor, nur ohne Motor, die ein schoen glatt gewaltze Betonpiste den Berg runter pfeifen. Die geschwindigkeit, die man in diesen kleinen Autos erreicht ist jedoch nicht zu unterschaetzen. Einmal bin ich wirklich nur auf zwei Raedern durch die Kurve geeiert und ich war kurz davor umzukippen, weil ich damit nicht gerechnet hatte. Aber Spass gemacht hat es ohne Ende. Also gleich noch mal.
 
Auf dem Rueckweg zum Hostel sind wir durch den Stadtpark 'Kuirau Park' gelaufen. Dieser Park lag direkt auf unserem Heimweg und besitzt mehrere Mud Pools und heisse Seen, an die ich mich nun schon langsam gewoehnt habe.
 
Abend haben wir der Lava Bar wieder einmal einen Besuch abgestattet. Eigentlich wollte ich nur auf ein Bier rueber gehen, doch wie es so ist, wenn man in Gesellschaft ist, blieb es nicht nur bei dem einen Bier. Insgesamt war es schon ein sehr schoener abend. Vorallem, wenn man einmal ein paar Bierchen getrunken hat *grins*Man sollte aber auch nicht zu viel trinken, denn in einem Moment wurde ich von einer doch recht huebschen Neuseelaenderin angesprochen, wie alt ich sei. Dadurch, dass es aber so laut dort drinnen war, konnte ich sie nicht wrklich verstehen. Ich bin aber auch nicht wirklich auf die Idee gekommen mit ihr rauszugehen und sie noch einmal zu fragen. Als sie mir dann noch sagte, dass sie 21 Jahre und auf der Suche nach einer `relationship` sei, war es dann ganz aus. Was relationship auf deutsch heisst, ist mir erst am naechsten tag eingefallen. Schooooooeeeeeeeeen bloed, oder? Die Menschen sind hier wirklich etwas ganz anders drauf als in Deutschland. Ein wenig strange.
 
Der 11. Tag -  07.10.2006
 
Aus einer Broschuere und natuerlich aus dem Lonely Planet konnte ich heraus lesen, dass ein Besuch des Museums von Rotorua nicht ganz schlecht sei. Das Museum befindet sich in dem beruehmten Bath House von Rotorua. Dort habe ich unter anderem gelernt, dass der gesamte Lake Rotorua und auch die Stadt Rotorua in einem alten Vulkankrater angelegt wurden. Die Gegend hier ist wirklich sehr aktiv, was die Vulkanaktivitaeten angeht. Frueher stand hier das Wasser noch ca 2m hoeher, als es jetzt der Fall ist. Durch gignatische Eruptionen, wurde so viel Asche und Schlamm aus dem Krater geworfen, dass auf der einen Seite neues Land entstand und das Wasser verdraengte. Auf der anderen Seite wurden auch Seen gebildet, wie der Lake Rotorua, weil das Wasser durch das herumfliegende Gestein gehindert wurde, in Richtung Meer abzufliessen. Wenn man sich dann mal den Lake Rotorua anschaut und sieht, wie gross der ist und eignetlich ein Vulkankrater ist, dann bekommt man eine ungefaehre Vorstellung von den gigantischen Ausmassen der Eruptionen. Unvorstellbatr fuer mich kleinen Gorbi.
 
Auf dem Weg vom Museum in die Stadt, um dort noch ganz gemuetlich einen Kaffee zu schluerfen, hab ich eine Neuseelaendische Hochzeit in Goverments Garden, wo auch das Museum steht, mitverfolgen koennen. Da hab ich schon ein bisschen Gaensehaut bekommen, weil ich schon von einigen Deutschen gehoert habe, dass sie ausgewandert sind und jetzt in Neuseeland leben. Keine Ahnung, ob das ein Omen sein sollte. Nachdem ich nun auch das Erlebnis machen durfte, wie eine Hochzeit in Neuseeland stattfindet, bin ich weiter in Richtung Stadtmitte und weiter zum Lake gelaufen.Unterwegs ist mir ein Einwohner begegnet, der mir doch nicht wirklich Drogen verkaufen wollte. Anfangs hab ich ihn nicht richtig verstanden und so fragte ich ihn ein zweites mal, was er will. Als mir seine Absicht dann eingeleuchtet war, hab ich ihn, aber gruendlich davoen gescheucht. Doch er wollte meinen Weg noch weiter begleiten. Nach ein paar Abbiegungen und einen kurzenKreuz und quer laufen durch die Stadt, hab ich ihn dann Gott sei Dank abwimmeln koennen. Ich hab da echt keien Bock darauf.
 
Den abend hab ich mit Lucas, Tobi und Christine wieder in der Lava Bar ausklingen lassen. Diesmal aber nicht mit so einer tollen Begegnung wie am Vortag.
 
Der 12. Tag - 08.10.2006
 
Von einem Paearchen, dass ich in Pahia getroffen habe, hab ich erfahren, dass ein Besuch im Buried Village ganz lohnenswert waere. Also hab ich mich mal auf den Weg dorthin gemacht. Buried Village ist ein kleines Dorf in der Naehe des grossen Vulkanes gewese, dessen Name mir grad nicht einfallen will. Ich weiss jedenfalls, dass er mit T... beginnt. Der Krater dieses genannten Vilkanes ist ca 8km lang. Das ist echt unglaublich gross. Damals, 1886, ist der Vulkan, der Mt. Tarawera heisst (jetzt ist's mir eingefallen) ausgebrochen und hat Unmengen an Asche, Lava und Schlamm ausgespuckt und im mehreren Kilometer Umkreis verstreut. Unter anderem war eben gerade dieses Dorf mit betroffen, welches mit Asche, Lava und Schlamm begrabe wurde. Dieses Dorf ist nun ein Freilichtmuseum geworden. Fleissige Menschen haben sich an das Werk gemacht und dieses Dorf halb ausgegrabe. Man kann nun also in die noch uebrig gebliebenen Haeuser reingehen und sich ein Bild von der Eruption machen. In dem Hauptgebaeude des Buried Village kann man die Geschichte noch sehr viel genauer verfolgen. Das war fuer mich sehr interessant - ich werde hier wohl noch zum Kulturbanausen. So viel, wie ich mittlerweile schon ueber Neuseeland und dessen Geschichte gelesen und erfahren habe, so viel weiss ich ehrlich gesagt noch nicht mal von Dresden. Asche auf mein Haupt.
 
Ebenso am Mt Tarawera waren frueher die weissen und pinkfarbenen Terrassen angelegt. Sie galten mal als das achte Weltwunder. Stellt euch einen Berg vor, an dem von unten angefangen wie so Halbschalen nebeneinander gesetzt und uebereinander leicht nach hinten versetzt waren. Und davon gab es ganz viele, ueber den ganzen Berg verteilt. Wer sich das schlecht vorstellen kann, der geht am besten in den Baumarkt. Dort gibt es so halbrunde Pflanzschalen fuer den Garten oder als Wegbegrenzung aus einer Art Beton. Diese Pflanzen baut ihr eben so auf wie ich oben beschrieben hab  wenn man dann von oben drauf schaut, sieht das aus wie viele Schuppen bei einem Fisch. Weiss nicht, ob ich das so gut erklaeren konnte. Und in eben diesen Terassen lief von oben herunter recht warem Wasser, von einem Becken in das naechste. Wollte man nun in einem heissen Becken baden, ging man lieber nach ganz oben an den Anfang der Terrassen. Wollte man lieber ein lauwarmes oder kaelteres Bad nehmen, so hat man sich ein Becken in der Mitte der Terrassen rausgesucht oder ist gleich ganz unten am Ende der Terrassen geblieben. Das ist so was von genial angelegt von der Natur. Leider wurden diese Terrassen bei der Eruption des Mt Tarawera aber vollstaendig zerstoert, was man sich auch ganz gut vorstellen kann, wenn selbst der Krater des Vulkanes schon 8 km lang ist. Was muss das fuer eine Eruption gewesen sein. Unbeschrieblich.
 
Den Rest des Tage habe ich mal ganz ruhig mit nem Spaziergang am Lake Rotorua und durch ein altes nahegelegenes Maoridorf verbracht. Auch das war sehr interessant fuer mich. Vorallem die Kirche hat mich sehr beeindruckt - ueberall gab es schoene Schnitzereien der Maoris. Von dem Altar angefangen, ueber die Baenke bis zu den Waenden und den Pult, auf dem der Pfarrer steht. Ich weiss nur nicht, ob der auch so heisst.
 
Der 13. Tag - 09.10.2006
 
Heute ging es wieder auf Reise, weiter Richtung Suedem der Sonne entgegen. Zumindest dachte ich das weiter im Sueden die Sonne scheint. Denkste. Auf der Fahrt hats wieder nur geregnet, was nicht weiter schlimm war, denn so konnte ich wenigstens noch etwas weiter schnarchen. grrrrr....
 
Auf der Fahrt nach Taupo war planmaessig ein Stop bei den Waitomo Caves vorgesehen. Auf diesen Stop habe ich mich wirklich gefreute, denn hier sind wir mal in eine der vielen tausend Hoehlen abgetaucht zum Black Water Rafting. Ist ist auch ein unbedingstes Muss, wenn man schon mal hier ist. Es gibt White Water Rafting, das bei Tageslicht stattfindet und es gibt Black Water rafting, was zwar auch bei Tageslicht nur ein paar Meter unter der Erde in einer Hoehle stattfindet. Das ist total genial und macht hoellisch Spass. Zuerst bekommt man einen ekelig nassen und schweren NeoprenAnzug verpasst in den man sich wirklich reinquaelen muss. Ich habe mir schon ueberlegt, ob es nicht besser waere, wenn zwei Leute den Anzug halten, ich auf eine zwei Meter hohe Leiter steige und einfach reinspringe. Das fanden die beiden anderen Jung, Cail (aus Kansas) und Arjan (aus Holland) nicht fuer so praktisch und wir haben uns jeder einzeln in den Anzug reingequalt. Drueber gezogen haben wir noch ein paar witzig aussehnde Shorts - keine Ahnung welche Funktion diese auch immer haben sollten. Einen Helm noch auf den Kopf und ein paar Plastikschuhe an die Fuesse und ich sah aus wir Clown Ferdinand persoenlich. Dann hat noch jeder einen schwarzen dicken Gummischlauch bekommen, durch den man seinen Hintern stecken musste und ab ging die Post, mit dem Auto zu der Hoehle und hinein ins Vergnuegen und Abenteuer. Gesehen haben wir verschieden grosse Stalagtieten und Stalagmieten oder so aehnlich und jede Menge Wasser, weches mal weniger laut und mal mit nem ganz schoenen Getoese durch die Hoehle rauscht. An Zwei stellen in der Hoehle konnten wir ruecklinks mit dem Reifen um den Hintern ins Wasser springen. Klingt verrueckt, machts aber hoellisch Spass. Nach dem Sprung paddelt mann dann einige Meter durchs Wasser, bis man wieder aus dem reifen aussteigen kann, ein Stueck durch die Hoehle wandert und letztendlich wieder ins Wasser springen kann. Durchquert haben wir dann noch die Glowworm Cave. Das ist eine Hoehle, in der winzig kleine Gluehwuermchen an der Decke und an den Waenden haengen. Das sieht total genial aus, wenn mann die Lampe ausmacht und zur Decke schaut. Wie ein Sternenhimmel. Dann sind wir auf dem Reifen nur noch durchs Wasser geglitten und am Ende der Hoehle angekommen. Den Weg zurueck konnten wir entweder per Fuss zurueck legen oder auf dem Reifen den Fluss hinunter paddeln. Wir haben uns selbstverstaendlich fuer den Wasserweg entschieden, denn nass waren wir eh schon. Am Ende des Flusses angekommen, hat uns schon von weitem eine Art Potest angelaechelt und uns regelrecht eingeladen, von dort oben noch mal mit dem Reifen um den Hintern ruecklinks reinzuspringen. Es ging dabei nur ungefaehr 4 Meter rueckwaerts runter. Das macht total Laune, glaubt mir.
 
Den abend habe ich dann mit Jane (Irland), Nancy (England), Kyle (USA), Linda (England) und Arjan (Netherlands) diesmal im Mulligan's ausklingen lassen. Das ist eine recht gemuetliche Bar in Taupo. Hilfreich sind solche abende wirklich fuer mein Englisch.
 
Der 14. Tag - 10.10.2006
 
Wie sollte es denn anders sein, heute regnet es mal wieder und was will man da so machen. Erstmal in aller Ruhe fruehstuecken und mittag in Einem und dann habe wir uns zu viert Nancz, Jane, Arjan und ich fuer eine Bustour entschieden, die uns zuerst zu den Crates of the moon bringen sollte, rueber zu den Huka Falls und anschliessend zu einem entspanndem Bad in den Taupo Hot Water Springs.
 
Bei stroemndem Regen sind wir mit der Bustour vom Hostel gestartet und keiner von uns wusste, ob das wirklich eine so gute Entscheidung war. Bei den Craters of the moon angekommen, hat es sogar mal fuer 5 min geschneit und wir dachten wirklich, dass wir im falschen Film sind. Schneeeee, mitten im Fruehling. Laut Aussage von der Frau an der Kasse, soll das hier aber so ueblich sein, dass das Wetter so schnell wechselt. Und diese Frau sollte recht behalten, denn wie es so ist, wenn Engel reisen, ist im Laufe unseres Spazierganges durch den Park die Sonne am Himmel erschienen und es wurde auf einmal richtig heiss. Genauso verrueckt wie die Neuseelaender sind, genau ist auch der Wetterumschwung. Bei den Crater of the moon handelt es sich um viele kleinere und groessere Krater, die ebenfalls durch die architektonischen Plattenverschiebungen und Aktivitaeten dicht unter der Erdoberflaeche entstanden sind, aus denen Rauch aufsteigt und bei einem Krater hat es sogar maechtig gepfiffen. Grund dafuer ist der hohe Druck im Erdinneren, mit der der Dampf aus der Erde gespresst wird und in die Atmosphaere entlassen wird. Maechtig gewaltig, wass da im Erdinneren abgeht.
 
Die Zweite Station waren die Huka Falls. Das ist ein oder mehrere beruehmte Wasserfaelle, bei denen bis su 62'000 Liter pro Sekunde durch einen ca 10m breiten Fluss hindurchgepresst werden. Das ist ein gigantisches Schauspiel und wenn man nur auf das sich bewegende Wasser schaut, wird es einem sogar bissl schwindelig. An den Huka Falls schien nun wieder mit aller Kraft die Sonne am Himmel und wir haben die Gelegenheit fuer eine ca einstuendige Wanderung entlang der Wasserfaelle genutzt, bevor uns das Shuttle wieder abholte.
 
Im Hostel angekommen, haben wir erstmal etwas gefuttert. Danach sind wir zu fuenft zu den Taupo Hot Water Springs gefahren. Cail konnten wir diesmal ueberzeugen doch mit zu kommen. Er hat ziemlich wenig Geld zur Verfuegung, d.h. also fast kein Geld. Auch diese Fahrt hat sich wieder mal gelohnt und hat unglaublich dazu beigetragen, sich zu entspannen. Hier in Taupo haben die Menschen keine grosse Muehe warems Wasser zu bekommen. Das kommt hier ja direkt aus der Erde und wird entweder fuer die Heizung zu Hause genutzt oder es wird eben in Schwimmbaeder, sogenannte Spa, geleitet. In dem einem Becken waren vielleicht so um die 38Grad warmes Wasser. Weiterhin war ein Wirlpool nur mit ca. 28Grad vergleichsweise kaltem Wasser und ein groesseres Becken mit vielleicht 35Grad warmem Wasser. In diesem Becken war eine Art Liege installiert, auf der 5 Leute nebeneinander Platz hatten und aus der esBlasen rausgesprudelt hat, aehnlich den Wirlpool. So verrueckt wir wir waren, sind wir viermal hintereinander die Kinderrutsche runtergerutsch. Die Rutsche hat es allerdings schon in sich. Ich meine damit, dass ich so eine Geschwindigkeit drauf bekommen habe, dass meine Beine wegen der Zentrifugalkraft ueber die Bande geschluedert wurden. Also hatte ich schon ganz schoenes Tempo drauf. Einmal hab ich auch die Augen zugemacht - da hab ich wirklich die Orientierung verloren. Da ganze Bad haben wir drei volle Stunden genossen und waren am abend logischerweise total kaoh.
So blieb nur noch Zeit fuer drei kleine Bierchen (0,33 Liter) und ein nettes Gespraech mit ein paar Deutschen, die mit Stray unterwegs waren und schon am naechsten morgen in Richtung Wellington aufgebrochen sind.
 
Der 15. Tag - 11.10.2006
 
Dieser Tag sollte ein Tag werden, an dem ich vielleicht ein zweites mal geboren werden sollte, wenn ich es mal so beschreiben kann. Nachdem wir (Nancy, Arjan und meine Wenigkeit) gestern so eine spontane Idee hatten, bedingt durch das anfangs schlechte Wetter, einen Skydive aus 12'000 feet Hoehe zu machen, haben wir gestern den Flug auch gleich gebucht. Vorausgesetzt war natuerlich, das schoenes Wetter ist. Und siehe da. Als ich heut morgen aufgewacht bin, meinte es der liebe Gott auch wirklich gut mit uns und aht die Sonne scheinen lassen. Keine einzige Wolke am Himmel und somit bestes Wetter fuer den Skydive.
 
Arjan und ich haben zum morgen ein richtig gutes Freuhstueck zu uns genommen. Keiner wusste, ob wir doch mal eins bekommen wuerden. Wer weiss schon was da oben in der Luft passiert. Nancy hatte sich in der Nacht entschieden, heut morgen den Tongariro Crossing zu machen und so waren wir nur noch zu zwei. Nach dem Fruehstueck hat uns einen richtige Limosine direkt vom Hostel eingesammelt und ab gings entlang des Lake Taupo, zum Flughafen und schon waren wir am Ziel unserer gestrigen spontan geborenen Idee angekommen - dem Skydive Center. Das Skydiven ist hier weltweit das Guenstigste und so kostet der Flug auf 12'000 feet Hoehe (umgerechnet sind das ungefaehr 4km) nur 130 Euro. Echt guenstig. Manchmal bezahlt man in Deutschland fuer einen Bungeejump schon 80-100 Euro. Dieses Erlebnis wollte ich mir nicht entgehen lassen. Am Flughafen haben wir einen Kaffee oder Tee bekommen und dabei wurde uns ein Video von dem Skydive gezeigt. Danach hab ich noch mehr Lust gehabt, diesen Sprung unbedingt machen zu wollen. Ich konnte mir zwar bis dahin nicht vorstellen, wie ich mich wohl fuehle, wenn ich einmal an der Rampe sitze, meine Beine ueber deie Bruestung haenge und dann gehts einfach 4km gerade nach unten....
 
Ich kann euch jetzt nur sagen, dass ihr es auf jeden Fall auch mal probieren solltet. Noch am Boden, sieht man so einen Overall an und dann bin ich schon in den Gurt oder auch Skirt genannt, reingeschluepft. Dieser wurde richtig fest an meinem Koerper angelegt und festgezogen, noch einen Schappke auf den Koft und einen Brille dazu, damit der Wind nicht zu doll in die Auugen blaesst. Dann ging es auch schon los. Wir waren insgesamt sechs Leute, die heute diesen Sprung wagen wollten dazu kamen noch die Springer, an den wir im Doppelpack zu Boden springen wuerden. Ich hab mich entschieden, ein Video von meinem Sprung auf DVD machen zu lassen. Das war auch gut so, denn nun kann ich mein verzerrtes Gesicht, als ich aus dem Flieger gefallen bin, immer wieder sehen und die Augenblicke geniessen. Wir sind mit einerrelativ kleinen Propellermaschiene gestartet. Zuerst entlang am Lake Taupo, dann in kreisfoermigen Linie haben wir uns immer hoeher auf 12'000 feet geschraubt. Kurz vor dem Absprung gings alles ganz schnell. Ich bin an dem Gurt meines Springers festgezurrt wurden und er hat mir noch letzte Tipps gegeben, wie ich mich beim Flug zu verhalten habe - Kopf und Beine zum Himmel und der Koerper ist das erste, was vorneweg fliegt. Auf 12'000 feet angekommen, hab ich nur noch gesehen, wie mein Springer die Tuer oeffnete, wir uns herum gedreht haben. Dann hab ich nur fuer einen Moment meine Beine gesehen, wie sie ueber die Bordwand hingen, und dann..... dann gings einfach nur noch nach unten. Ohne mich irgendwie am Flugzeug noch festhalten zu koennen. Und soll ich euch mal etwas sagen - Das war so ein unglaublichu und nur mit wenigen Worten zu beschreibendes Erlebnis. Wunderbar, befreiend, unbeschreiblich herrlich, wenn du in der Luft schwebst. Vielleicht war es auch gut so, dass alles so schnell ging, keine Zeit zum ueberlegen. Ich war auch noch der erste, der aus dem Flieger gesprungen, besser gefallen, ist. Kein Mensch vor mir in der Luft und freien Blick ueber die breite Landschaft unter mir, den ganzen See bis hin zu den Vulkanen Mt Ruapheu, Mt. Tongariro etc. und dann 35 Sekunden Freier Fall bis die Leine fuer den Fallschirm gezogen wurde. Bei diesem Sprung kann man bis zu 230 km/h erreichen. So schnelle bin ich bisher noch nicht mal mit dem Auto gefahren. Gut, man hat auch nicht so viele Leute in der Luft, die einem entgegen kommen *grins*
 
Die ersten 2 Sekunden hab ich bestimmt gar nicht so mitbekommen, aber danach hatte ich ein unglaublich zu beschreibenes befreiendes Gefuehl und konnte den Rest des Fluges wirklich geniessen. Ich wuerde es auch in der Tat nocheinmal machen wollen. Als ich dann die Bilder und das Video gesehen hab, hab ich den Flug nocheinmal durchlebt - geniaaaaaaaaaaaaal. Das Video kann ich euch gern zeigen, wenn ich wieder zu Hause bin. Wenn ich euch einen Tipp geben kann, macht auch mal einen solchen Flug, das macht enorm viel Spass.
 
Das solls auch erstmal fuer dgewesen sein, dennn heute hab ich nicht mehr viel gemacht.
 
Viele Gruesse aus NZ und ich hofffe, dass eseuch allen zu Hause gut geht. Euer Micha alias Gorbi
October 01

Reise zum noedlichsten Punkt von Neuseeland - Cape Reinga

Am Samstag hab ich eine Rundreise zum noerdlichsten Punkt von Neuseeland - dem Cape Reinga - mit dem Magic Bus gebucht. Zumindest steht das in den Reisefuehrern drin, dass dieser Punkt der noerdlichste sei. Wenn man sich die Landkarte aber genau anschaut, dann stell man fest, dass das nicht ganz richtig ist, denn da gibt es einen Zipfel auf der Karte, der noch etwas noerdlicher liegt. Egal. Die Reise sollte mich, in groben Zuegen, von Aucklan ueber Kerikeri zum Puketi Kauri Forest, ueber Whangaroa Harbour nach Pahia gehen, wo ich drei Naechte verbringen sollte. Dann geht die Reise weiter ueber die Doubtless Bay, von dort aus sollte es weiter gehen zu einem Kauri Museum, zum Capr Reinga. Zurueck ueber eine sehr schoene Bucht in Te Paki und anschliessend ueber die Ninety Mile Beach zurueck nach Pahia und dann nach Auckland.

Der 1. Tag - Mittwoch 27.09.2006

Der Magic Bus holte mich direkt von dem YHA, der Jugenherberge in Auckland ab. Welch ein Luxus! Dann sammelten wir noch ein zwei andere Backpacker ein und schliesslich ging die Fahrt los, in Richtung Norden. Den ersten Stop lagten wir an einem Kauri Museum nahe dem ein. Kauri, das ist ein meist uralter Baum z.B. 2000 Jahre und aelter, der hier in den Urwaeldern waechst und zu Zeiten als die Englaender die Insel besiedelt, nicht besudelten, diese wertvollen Baeume in Massen rodeten, um aus diesen Hoelzern ihre Haeuser zu bauen. Heute werden die Kauribaeume unter anderen fuer die Herstellung von Souveniers aller moeglicher Art verwendet. Dabei sind z.B. Couches, Tische, Schalen, Regale, Schnitzereien aller Art, Spiegelrahmen etc. zu nennen. Auf den Bildern hab ich mal paar Ausstellungstuecke ausgewaehlt. Die Souveniers sehen schon sehr schoen aus, sind aber auch hundeteuer. Eine Couch, wei sie dargestellt war, kostete um die 14.000 Euro. Eine Menge Geld fuer einen Backpacker und ausserdem auch viel zu schwer, um diese auf die Reise mitzunehmen *grins* In dem Museum bekam man auch erste Eindruecke, wie diese Baeume frueher aus den Waeldern geszogen wurden und weiter zu Baumaterialien verarbeitet wurden. Die Zeit fuer die Besichtigung in dem Museum war leider viel zu kurz. Dann ging die Fahrt weiter, ueber teilweise sehr oedes, flaches Land. Angehalten haben wir mal kurz neben einer Cattle Range, die aber nicht gerade sehr spektakulaer war, um sie zu fotographieren. Die Fahrt ging also weiter, entlang der saftig gruenen Wiesen, die weit und breit zu sehen waren. Auf der Fahrt erzaehlte der Busfahrer meist Geschichten aus der Maori-Kultur, die durchaus interessant waren und er erzaehlte manchmal auch Witze, die ich mit meinem englisch verstehen konnte ;-) Kurz vor einem weiteren Kauri-Forest erzaehlte uns der Busfahrer eine Geschichte ueber einen sehr alten Kauri-Baum, der in diesem Forest (deutsch: Wald)zu Hause war. Er nannte ihn `Tane Mahuta` in deutsch uebersetzt heisst das soviel wie `Gott ueber den Wald`. Die Maori glaubten, dass es damals eine Baumfamilie gab, mit Eltern und vielen Kindern, die meist in Dunkelheit lebten, weil kein Licht in den Wald kam. Tane Mahuta war ein Sohn, der kurz zusammengefasst, sich aufraffte und alle anderen Baeume in dem Wald dazu bewegte immer weiter zu wachsen und zu wachsen und so Licht in den Wald zu bekommen. Nach einigen Anstrengungen ist das auch geglueckt und alle Waldbewohner waren froh, endlich Licht zu haben, nur sein Vater nicht. Es soll in dieser Zeit ziemlich viel Aeger in dieser Baumfamilie gegeben haben. Tane Mahuta konnte sich aber erfolgreich durchsetzen und gewann den Konflikt. Auch die Waldbewohner waren auf der Seite von Tane Mahuta. Seit dem hat der Baum seinen Namen bekommen - Gott ueber den Wald. Das ist eine freie Uebersetzung und stark zusammengefasste Geschicht von mir, die uns der Busfahrer erzaehlt hat. Naja, was daran war ist, weiss wohl keiner. Aber interessant fand ich es schon, was sich die Maoris dabei gedacht haben. Jednfalls ist dieser Baum ueber 2000 Jahre alt und riesengross. Allerdings war dieser Stop, wie so einige ziemlich touristisch ausgelegt und ich habe mich schon fast gefuehlt wie so ein Asiat in Dresden, der an jeder Attraktion kurz ausgekippt werden, fuenf Minuten Zeit haben, Fotos zu schiessen und dann gleich wieder eingetrieben werden, um weiter zu fahren. So war das auch hier. Leider! Im Anschluss sind wir weiter Richtung Norden gefahren, vorbei an einem wunderschoenen und vorallem natuerlich angelegten Hafen in Oponuni. Der Fahrer hat mit seinen Erzaehlungen wirklich nicht zuviel versprochen. In Oponuni war es auch wundervoll, wie die Bilder zeigen. In dem Hafen ist vor vielen Jahren auch ein Delphin in die Bucht gekommen, der zu der damaligen Zeit sehr viel Aufsehen in der Stadt erregt hat und sehr viele Reisende angezogen hat. Damals waren dass glaube noch keine Backpacker. In dem kleinen Haus am Hafen wurde ueber diese Zeit ein Video gezeigt, in dem einem kleinen Maedchen der Ball weggenommen wurde und dem Delphin zum Spielen gegeben wurde. Alle Menschen waren ueber die Intelligenz des Delphins begeistert und wie er mit dem Ball spielte. Nur das kleine Maedchen nicht. Das wollte nur ihren Ball wieder. Alse der Delphin den Ball dem Maedchen hoechstpersoenlich zurueck gegeben hat, waren in ihrem Gesicht auch wieder Freudestrahlen zu sehen. Echt suess. Nach diesem Stopp ging es auch schon fats durchgaengig bis nach Pahia durch, wo ich drei Naechte verbracht habe. In diesem Ort angekommen, wurden wir an unseren Herbergen ausgeladen und es gab noch ein paar Instruktionen fuer die naechsten Tage. Natuerlich hat sich der Gorbi gleich wieder auf die Resie gemacht, um noch mehr Fotos zu schiessen. Ich sage euch, ich waere wahrscheinlich besser gekommen, wenn ich mir ne Videokamera auf den Kopf geschnallt haette und mit ihr zusammmen auf Reisen, unter die Dusch (oder besser nicht) gegangen waere. Ich hab bereits jetzt schon knapp 500 Bilder gemacht. Das ist auch das schoene an einer Digitalkamera. Du kannst einfach draufhalten und losschiessen, eh knippsen (bin ja jetzt nicht im Schuetzenverein). Abend hab dann auch ich mal geschlafen, wenn man das so nennen kann, denn in der achtmannstube wurde im Nachbarbett gep...., na ihr wisst schon. Schrecklich.

Der 2. Tag - Donnerstag 28.09.2006

Heute sind wir mit dem Bus schon in der Frueh losgefahren, auf den Weg in Richtung Cape Reinga. Heute sind wir am Puketi Forest, auch wieder mit Kauri-Baeumen bestueckt rangefahren und haben einen Stop eingelegt und Zeit fuer einen kurzen Spaziergang gehabt. Weiter ging die Fahrt an der Doubtless Bay vorbei, wo wir einen kurzen Stop zum Lunchen eingelegt haben. Dabei hab ich `zufaellig` ein deustches Paaerchen (Michaela & Bjoern) aus Dortmund getroffen, mit denen ich mich ueber die Fahrt noch gut unterhalten konnte und auch paar lustige Stories erzaehlen konnte. Auch hier bin ich wieder fix an den Strand gerannt, um ein paar Fotos zu schiessen. Leider sind mir davon aber einige Floeten gegangen, weil die Memo-Card von der Digicam gestreikt hat. Egal! Nach dem Lunchen und nochmal pipi gehen, haben wir uns wieder in Bewegung gesetzt. Auf rund 50-60 km gab es in der Zwischenzeit nicht wirklich viel Interessantes zu sehen und da bin ich doch irgendwie mal eingenickt. Dumm dumm.... Direkt zur Auffahrt zum Cape Reinga bin ich wieder aufgewacht und ich konnte die ersten Sandduenen von der Ninety-Mile-Beach sehen. Zu der berichte ich etwas spaeter noch mal genauer. Vom Cape hatten wir einen wundervollen Ausblick auf des Meer. Entschuldigung zwei Meere, die hier aufeinander treffen. Auf der linken Seite war es die Tasman Sea und auf der rechten war das der Pazifische Ozean (richtig?). An der Spitze steht ein Leuchtturm, dessen Licht man wohl ueber 50km shen soll. Das waere von Geising bis Dresden. Naja, da kommt es wohl drauf an, mit welcher Leuchtkraft man diesen Turm auch tatsaechlich erkennen kann. Die Fotos, die wir dort gemacht haben, stehen auch auf der rechten Seite mit drinnen und sind nahezu ein Muss fuer jeden Besucher. Auf der Tour zurueck, haben wir noch einen ca halbstuendigen Stopp an einer nahegelegenen Bucht gemacht, um dort unsere letzte Mahlzeit einzunehmen, fuer dass, was wir im Anschluss erleben sollten. Naemlich das Sandduenensurfen. Eine wirklich abgefahrene Sache, wie ich finde. Nur das man auf dem Weg zum Gipfel der Duene einen Lift einbauen sollte. Schliesslich bin ich hier im Urlaub und wollte eigentlich nicht soviel schwitzen *grins* Das Sandduenensurfen war wriklich sehr fetzig. Man hat eine Art Surfboard bekommen, auf welches man sich mit dem halben Koerper (Oberkoerper) drauflegen muss und sich vorallen gut an den beiden vorderen Kanten des Brettes festhalten sollte, denn man bekommt durchaus einen Affenzahn mit dem kleinen Brett drauf. Das haette ich echt nicht gedacht. Auf der Spur, auf der ich im Anschluss fahren sollte, waren einige Dellen zu verzeichnen, bei denen man das Brett extrem gut festhalten sollte. Ich musste selbst zweimal nachfassen. Einen anderen Kollegen hat es an genau dieser Stelle vom Board gewippt. Das war mit Sicherheit lustig anzuschauen, aber bestimmt musste er im Anschluss eine paar Liter Wasser trinken, um den ganzen Sand wieder runter zu spuehlen, den er geschluckt haben muss. Ich habe meine Digicam einer netten Frau gegeben, die mich aber leider immer wieder verpasst hat, zu fotoknippsen und so musste ich viermal den steilen Berg raufklettern. Ihr koennt ech vorstellen, dass meine Raucherlunge ganz schoen gepfiffen hat. Im Anschluss an dass tolle Erlebnis, sind wir zum Ninetz-Miles-Beach gefahren. Dabei streiten sich die Experten, ob der Beach nun 69 oder 96 Km lang ist. In jedem Reisefuehrer steht etwas anderes drin. Zumindest sind wir diesen Beach mit dem Bus entlang gefahren. Dabei sollte man noch dabei drauf achten, wenn man als Nichteingeborener an dem Strand entlang faehrt, dass man sich vorher genau ueber die Gezeiten informiert, wann die Flut zurueck kommt, ansonsten packt diese dein Auto und schon gehts rauf uaf den Ozean. Danach gings wieder auf der oeden Strecke zurueck nach Pahia, wo ich wieder uebernachtet habe und wieder das Gleiche, wie vergangene Nacht....

Der 3. Tag - Freitag 29.09.2006

Dieser Tag war zu meiner freien Verfuegung und so nutzte ich die Zeit, um erstmal auszuschlafen, in aller Ruhe zu fruehstuecken und mir dann ein Kayak auszuleihen. Das war fuer mich das erste mal mit so einem kleinen Kayak auf dem `grossen` Meer. Trotz, dass ich an diesem Tag allein unterwegs war, hab ich die Zeit auf den Wellen zu reiten und mit dem Kayak immer auf und ab zu wippen, sehr genossen. Irgendwie hat das schon was, auf dem Meer unterwegs zu sein. Nun hab ich endlich nochmal bissl me(e)hr Luft geschnuppert und werde, wenn ich wieder zurueck, meinen Segelschein zu Ende machen. Versprochen. Nach zwei Stunden war die Fahrt fuer mich dann zu Ende, denn ich bin nun auch nicht wirklich der Kraeftigste und so taten mir meine Oberarme doch etwas weh, vom vielen Paddeln. Aber hat tierisch Laune gemacht und vielleicht leihe ich mir in der Abel Tasman Bay auf der Suedinsel wieder ein Kayak aus. Am Nachmittag war ich noch mal auf der anderen Seite von Pahia, in Russel. Das ist ein kleiner, aber feiner verspielter Ort. Zumindest was den Baustil der Haeuser angeht. Dort ist alle sehr englisch aufgebaut und auch die aelteste Kirche von Neuseeland steht hier. Irgendwie hat es mich schon etwas geschaudert, ueber den vorgelagerten Friedhof zu gehen. Ueberall die Gedenksteine an die im damaligen Krieg (zwischen Maori und den Englaendern) Gefallenen zu sehen. Auf der anderen Seite kam ich mir ein bisschen in diese Zeit zurueckversetzt vor. Am Abend hab ich mich im Hostel noch mit einem sehr netten Koreanen unterhalten und einiges ueber das Land gelernt. Wir beide haben nicht das perfekteste Englisch gesprochen, dafuer hats mir aber die Hemmung genommen, einfach frei drauf los zu reden. Das war ein sehr netter abend muss ich sagen.

Der 4. Tag - Samstag 30.09.2006

An diesem Morgen ging es zuerst zum Treaty House in Whaitangi, wo einst, also am 6 Februar 1841 glaube ich, der Vertrag zwischen den Moari und den Englaendern geschlossen wurde, und das als der erste Tag ind er Geschichte von Neuseeland angesehen wird. Allerdings muss dieser Vertrag nicht sauber vom Englischen in Maori uebersetzt wurden sein, denn einige Jahre spaeter gab es dann wohl einen Krieg zwischen den beiden Nationen. Nach dieser, leider wieder nur einstuendigen Tour, ging es weiter zum Hafen in Pahia. Dort wartete das Boot mit dem Namen `Mack Attack` auf mich und ein paar andere Touries, die gemeinsam zum `Hole in the Rock` geschippert wurden. Vorbei ging es auf vielen kleinen Inseln. Wie es der Name `Bay of Island` schon sagt, gibt es hier in der Bucht sehr viele kleine Inseln. Um genauer zu sein sind es 144 Inseln, aber auch wunderschoen. Wir sind mit dem Boot selbst auch durch das Loch im Felsen gefahren, so gross war es. Und gleich nebenan, war einen Hoehle, in die wir reingefahren sind. Dann ging es noch kurz auf einen besuch bei Familie `seal` (Seerobben) vorbei und wieder zurueck in den Hafen und auf die letzte Tour zurueck nach Auckland, wo ich fuer zwei Naechte uebernachten sollte, bevor ich dann so langsam nach Sueden wandern sollte. Auf der Fahrt nach Auckland lernt ich noch eine nette junge Frau namens Manuela kennen. Sie kommt aus Oesterreich und verbringt gerade nco ihre letzten vierzehn Tage in Neuseeland, bevor sie sich wieder auf die Reise nach Oesterreich macht. Es war wirklich ein sehr interessantes Gespraech, welches wir gefuerht haben und einen Tag spaeter sollte ich sie dann auch schon wieder sehen.

Der 5. Tag - Sonntag 01.10.2006

Heute war ich damit beschaeftigt, nochmal in dem Hostel in Pahia anzurufen, weil ich dort in der Eile mein gutes Badehandtuch vergessen hatte. Vielleicht gebe es ja eine Moeglichkeit, dass sie mir dieses Handtuch ja nachschicken koenten. Aber die wollten, dass ich ihnen ein Couvert hochschicke, mit dem noetigen Geld fuer den Packetservice. Das kostet mich aber mit Sicherheit mehr, als wenn ich mir hier gleich ein neues kaufe. Dann habe ich mich kurzfristig mit Manuela zusammengerufen und wir sind gemeinsam auf die Nachbarinsel von Auckland gefahren, namens `Rongitoto`. Das ist einen, nahezu nur aus einem Vulkan bestehende Insel, dicht mit Wald bewachsen. Als wir mit der Faehre in Aukcland gestartet sind, sah das Wetter wirklich noch serh gut aus, was sich jedoch im Laufe der einstuendigen Wanderung auf den Gipfel des ausgedienten Vulkanes bald aendern sollte. Uns so dauerte es nicht lang und schwuppdiwupp waren unsere Sachen durchgeweicht. Bei schoenem Wetter koennte auch wriklich jeder wandern. Es hat trotz des regens sehr viel Spass gemacht und es war sehr unterhaltsam mit Manu zu plaudern. Auf der Spitze angekommen, mussten wir uns fuer ca 20 min erstam unterstellen, da es derart geregbte hat, das wir nicht laenger draussen stehen bleiben wollten. Auf dem Rueckweg sidn wir noch zu den Vulcanoe caves gelaufen und durch eine ziemlich lange Hoehle gewandert, in der es echt dunkel war wie im Baerena... Um vier ging dann schon die letzte Faehre wieder zurueck nach Auckland, die wir auch perfekt getimet bekommen haben. Naja, und nun sitzt ich hier im Internetcafe, allein, und verfasse erstmal aller erlebten Ereignisse der vergangenen Woche. Die Bilder stelle ich leider doch erst das naechste mal ins Netz, weil das Internet cafe gelich zumacht. Leider vergeht die Zeit hier immer so schnell.

 
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